Fünf Jahre nach Kyrill: Windwurfflächen sind weitgehend wieder aufgeforstet

Millionen flossen in die Wälder

Spuren von Kyrill: Lärchen-Aufforstung am Ameisenweg im Kaufunger Wald. Foto: Naumann

Helsa/Kaufungen. In weiten Teilen der Wälder in unserer Region sind noch immer die Folgen des schweren Orkans Kyrill zu sehen. Fünf Jahre danach ist die Aufforstung aber weitgehend abgeschlossen. Insgesamt wurden im Bereich des Forstamtes Hessisch Lichtenau mehr als 500 000 neue Bäume gepflanzt. Mehr als fünf Millionen Euro seien seitdem investiert worden, sagt Amtsleiter Matthias Dumm.

Kyrill war aus Sicht der Förster einer der schlimmsten Stürme überhaupt. Mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde fegte der Orkan vom 18. auf den 19. Januar 2007 über Mitteleuropa. Kyrill forderte 47 Todesopfer. Auch ein Mitarbeiter des Forstamtes Hessisch Lichtenau kam ums Leben. Bei der Aufarbeitung des Holzes wurde er von einem umstürzenden Baum erschlagen.

Im Bereich des Forstamtes Hessisch Lichtenau werden normalerweise 120 000 Festmeter Holz pro Jahr eingeschlagen. Kyrill warf die dreifache Menge in einer Nacht um. „Die Menge war gar nicht so dramatisch“, sagt Dumm. Allerdings seien die Schäden an einigen Stellen besonders konzentriert gewesen. 340 000 Festmeter seien seinerzeit vom Wind umgeworfen worden. 85 Prozent davon waren Fichten, etwa zehn Prozent Buchen. Viele Bäume, die zuerst stehen blieben, waren „angeknackst“, sagt Dumm, sie stürzten in den kommenden Monaten um. Vor allem 2008 und 2010 seien weitere 195 000 Festmeter gefallen.

Knapp 2,4 Millionen Euro hat das Forstamt Hessisch Lichtenau seitdem in die Wiederaufforstung des Waldes investiert, die sich in Besitz des Landes befinden. Für 1,85 Mio. Euro wurden etwa 500 Kilometer neue Wege angelegt, die ebenfalls zerstört wurden. Fast eine Million Euro wurden für den Waldschutz ausgegeben, vor allem zum Schutz der Bäume gegen Borkenkäfer.

Von Claas Michaelis

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