Städtebauförderprogramm: Drei Millionen Euro sind veranschlagt

Millionen für den Ortskern von Sandershausen

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Ins Programm aufgenommen: Der Niestetaler Ortsteil Sandershausen ist ins Städtebau-Förderprogramm aufgenommen worden.

Niestetal. Die Gemeinde Niestetal ist zum ersten Mal in ein Städtebau-Förderprogramm aufgenommen worden. Allerdings: Nur Sandershausen ist dabei, Heiligenrode wurde vom Land nicht ausgewählt.

In den kommenden zehn Jahren wird es für die Sanierung Förderungen vom Land in Höhe von rund zehn Mio. Euro geben, die Gemeinde selbst wird gut drei Mio. in die Hand nehmen.

„Bei der vorbereitenden Untersuchung hat sich gezeigt: Es gibt Bedarf“, sagt Peter Lieder, Bauamtsleiter in Niestetal. Es gibt mehrere sogenannte städtebauliche Missstände. Hauptsächlich gibt es einen „hohen energetischen Sanierungsbedarf an den Gebäuden; Maßnahmen zur Energieeinsparung wurden entweder noch nicht, nur vereinzelt oder vor langer Zeit durchgeführt, so dass die Gebäude in keiner Weise mehr den heutigen Anforderungen an die Gebäudeenergieeffizienz entsprechen“, steht in der Voruntersuchung.

Steuerminderung

Deshalb soll nun in den folgenden Jahren beispielsweise die Nutzung von Photovoltaikstrom für den Eigengebrauch gestärkt und Erneuerbare Energien sollen stärker genutzt werden, auch sollen alte Hofanlagen für Wohnbebauung genutzt und Gebäude barrierefrei umgebaut werden. Ebenso soll es in den Bereichen Verkehr (E-Mobilität fördern) und Klimafolgenanpassung (Hochwasserschutz) Verbesserungen geben.

Für die Bewohner im Ortskern von Sandershausen bedeutet das eine direkte Steuerminderung, sagt Peter Lieder. „Davon kann man deutlich profitieren.“ Ob eine neue Heizung, Fenster, die wenig Energie entweichen lassen oder eine alte Scheune, die abgerissen werden soll: Für die Einwohner gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine Förderung zu bekommen. Ob es um einen Neubau geht oder ein bereits bestehendes Gebäude. Auch ein Paket aus mehreren Maßnahmen könne unterstützt werden, so Lieder. Die Vorhaben lassen sich über Jahre aufteilen, gearbeitet werden kann auch in Eigenleistung.

Hochwasserschutz

Wie groß die Steuererleichterung ist, lasse sich aber nicht pauschal sagen, sondern sei vom Einzelfall abhängig und werde individuell berechnet. Wer Interesse habe, könne sich gern bei der Gemeinde melden, sagt Lieder.

Auch die öffentliche Hand profitiert von der Aufnahme ins Sanierungsprogramm. So soll beispielsweise der Hochwasserschutz an der Nieste weiter vorangetrieben werden, auch die nötigen Umbauten an der Grundschule Sandershausen sollen teils durch das Landesprogramm finanziert werden.

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