Parlament beschloss Haushalt 2014 – Hubenthals Hof wird mit 20 000 Euro gefördert

Millionen-Loch im Etat

Hubenthals Hof am Ortsrand von Oberkaufungen: Das erhaltenswerte Gebäudeensemble wird mit Geld des Programms „Stadtumbau in Hessen“ gefördert. Die Gemeinde beteiligt sich an der Sanierung 2014 mit 20 000 Euro. Unser Bild zeigt den Kommunarden Jonas Becker (34), der bei der Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Ensembles mitarbeitet. Foto: Wohlgehagen

Kaufungen. Nach Beratungen in mehreren Sitzungen hat die Gemeindevertretung Kaufungen mit den Stimmen der SPD und Grünen den Haushaltsplan für 2014 verabschiedet. Der Etat umfasst im Ergebnishaushalt Einnahmen von 19,9 Millionen Euro. Die Ausgaben liegen bei 21,1 Millionen Euro, die Gemeinde muss daher auch in diesem Jahr einen Fehlbetrag von 1,2 Millionen Euro verkraften.

Die Vertretung gab einigen Kürzungsanträgen statt, die aber zu keiner wesentlichen Veränderung des Ergebnisses führen. Im Finanzhaushalt sind 1,7 Millionen Euro für Investitionen vorgesehen.

Kooperation mit Nachbarn

„Der Weg ist gut, wir sehen Licht am Ende des Tunnels“, sagte Fraktionsvorsitzende Angelika Großberndt (SPD). CDU-Fraktionschef Erwin Schmidt kritisierte, dass Vorschläge seiner Fraktion für den Personalabbau oder die Erhöhung der Kindergartengebühren keinen Widerhall gefunden haben. Man lehne den Haushalt ab.

„In diesem Etat schlummern Reserven von einer Million Euro“, sagte Klaus Höfgen, der für die Kaufunger Wählergemeinschaft KWG strukturelle Analysen vor allem für die defizitären Bereiche forderte. Auch Lothar Rausch (GLLK) sagte, „dass man so nicht weitermachen kann“. Grünen-Sprecher Jochen Lody sieht den Schlüssel für mehr Effizienz letztlich in mehr Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden.

Gekürzt oder gestrichen wurden die Ausgaben für ein Rednerpult im Bürgerhaus, ein Gerät für die Unkrautbekämpfung sowie Ausgaben für die Ortsbeschilderung und touristische Werbung.

Für erneute Diskussionen sorgte die Bebauung des Areals am Kreisel, wo die „Neue Mitte“ Kaufungens entstehen soll: Das Parlament beschloss mehrheitlich, die Planungskosten (76 000 Euro) im Etat zu belassen.

Die CDU konnte sich mit einem Antrag auf Streichung der Abrisskosten von 45 000 Euro für die Gebäude der früheren Fleischerei Reichelt nicht durchsetzen.

Mit großer Mehrheit sprach sich das Parlament für das Sanierungsprojekt Hubenthals Hof aus. Als Gemeindeanteil stehen hierfür jetzt 20 000 Euro bereit. Das unter Denkmalschutz stehende Ensemble wurde vor zwei Jahren vom Verein Lossetalhof erworben. Die Sanierungsarbeiten begannen 2012 mit umfangreichen Eigenleistungen und schreiten seitdem weiter voran. Die Förderung des Projekts erfolgt aus dem Programm „Stadtumbau in Hessen“ über die Kommunale Arbeitsgemeinschaft Westliches Meißnerland.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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