Projekt in Baunatal: Stadt beauftragte Künstler für Gestaltung eines VW-Modells

Mini-Käfer im 60er-Stil

Präsentieren ihr Kunstwerk: Katharina und Zbigniew Przadka mit ihrem Mini-Käfer. Foto: S.Dilling

Baunatal. Baby, drive my car. Das ist das Motto, das das Künstlerehepaar Katharina und Zbigniew Przadka dem VW-Käfer im Miniformat gegeben hat, den sie am Donnerstag im Baunataler Rathaus präsentiert haben. Die Stadtverwaltung hatte die Käfer angeschafft und die Przadkas beauftragt, ihn künstlerisch zu gestalten. Die Künstler durften selbst entscheiden, wie sie den Auftrag der Stadt umsetzen.

Schließlich haben sie sich von den 60er-Jahren, die sie als Kinder erlebt haben, und insbesondere auch von den Beatles inspirieren lassen. Daher auch das Motto „Drive my car“, nach dem gleichnamigen Lied der bekannten Popmusiker.

„Wir waren zwar noch Kinder“, sagt Katharina Przadka. „Aber im Nachhinein betrachtet, war es eine sehr schöne, bunte Zeit damals“. Die 60er- Jahre, das war auch eine Hochzeit des Käfers.

Uschi Obermaier als Motiv

Erotisch anmutend rekelt sich die Ikone der 60er-Jahre und Verfechterin der sexuellen Revolution, Uschi Obermaier, auf der Motorhaube und der Windschutzscheibe. Bunte Farben strahlen aus ihr heraus.

Um sie herum stehen in viel kleinerem Maßstab Dutzende oder gar Hunderte Männer in schwarzen Anzügen und weißen Hemden. Manche haben eine Gitarre in den Händen. „Wir wollten keine schwere Philosophie auf den Käfer bringen“, sagte Zbigniew Przadka. „Er soll dekorativ sein und leicht verständlich“.

Dabei steht noch gar nicht fest, wie der Käfer am Ende aussehen wird und was mit ihm geschehen wird, denn das Kunstwerk ist noch lange nicht vollendet. Das Künstler-Ehepaar Przadka hat nur den Anfang gemacht.

Das Zusammenspiel des Grafikers und der Malerin, das das beeindruckende Bild ergeben hat, bedeckt nur die Windschutzscheibe und die Motorhaube des Käfers. Der Rest des Autos ist noch weiß.

Ende offen

„Es werden noch vier andere Künstler an dem Mini-Käfer arbeiten“, sagte Kerstin Krug von der Stadtverwaltung Baunatal. Das Endprodukt könne man nicht im Entferntesten erahnen. „Wir lassen uns einfach überraschen“, sagte Katharina Przadka.

Auch wisse man nicht, was mit dem Käfer später passieren soll, wenn er fertig ist, sagte Krug. Das entscheide man spontan, wenn alle Künstler ihre Farben auf den Käfer gebracht haben.

Von Sebastian Dilling

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