Ehepaar Barbara und Volker Groß beherbergten Mongol-Rallye-Team mit ehemaligem Gastschüler

Im Mini-Lieferwagen nach Ulan Bator

Abschied in Baunatal: Barbara und Volker Groß (Mitte) wünschten ihrem früheren Gastschüler Adam Perney (links) und dessen Partner Steven Low (rechts) für die weitere Reise viel Glück. Foto: Dilling

Baunatal. Von England bis nach Ulan Bator in der Mongolei sind es fast 16 000 Kilometer, eine Tour, die durch die Weiten der Ukraine und die Wüsten und Steppen Nordasiens führt. Adam Perney aus den USA und sein Partner Steven Low aus Schottland wollen sie in knapp drei Wochen schaffen. Die erste Etappe der beiden, die an der Mongol-Rallye, einer internationalen Benefiztour, teilnehmen, hat sie am Sonntag nach Baunatal geführt. Dort übernachteten sie bei Barbara und Volker Groß aus Altenritte.

Für Perney und die Familie Groß war es ein Wiedersehen nach über 16 Jahren. Damals, 1993 und 1994, war der heute 36-jährige US-Amerikaner als Austauschschüler zu Gast bei den Baunatalern und deren drei Söhnen. Das Deutsch, das der heute mit seiner Familie in Japan lebende Adam damals gelernt hat, hat er noch nicht verlernt. An den Unterricht an der Jacob-Grimm-Schule erinnert sich der gelernte Mineningenieur gern.

Der Kontakt sei in den Jahren nie abgerissen, erzählt Barbara Groß. Und dann habe sie plötzlich vorige Woche die E-Mail erhalten, dass Perney in Altenritte vorbeikommen will. Auch mit den drei Amerikanerinnen, die sie früher ebenfalls im Rahmen eines Austauschprogramms beherbergten, hätten sie noch guten Kontakt, erzählen die Groß’.

Besuch im Bergpark

Die Baunataler zeigten Perney und dessen Partner Steven Low am Sonntagabend noch den Bergpark und die Kasseler Innenstadt.

Danach mussten sich die beiden jungen Männer, die auch Familienväter sind, um ihren Mini-Lieferwagen kümmern. Der Motor des zehn Jahre alten Gefährts lief zeitweise nur auf drei „Töpfen“, ein Reifen verlor Luft. Perney und Low sammeln wie die übrigen Teams Spenden für die Mongolei. Auch den Lieferwagen werden sie den Mongolen schenken, um bedürftigen Kindern zu helfen.

Von Peter Dilling

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