Thomas Erich hat bei Radio FFH mit lockeren Sprüchen eine Italienreise gewonnen

Der Mini-Macho aus Helsa

Sprücheklopfer mit Kuscheltieren: Thomas Erich (8) aus Helsa ist der Gewinner des Macho-Wettbewerbs von Hit-Radio FFH. Er darf mit seiner Mutter jetzt nach Italien reisen. Foto: Dilling

Helsa. Nein, auf den Mund gefallen ist Thomas „Janis“ Erich wirklich nicht: Das bekommt sein Besucher schon am Gartenzaun zu spüren, der sein Auto ziemlich gewagt hinter einer Haarnadelkurve an den Rand der schmalen Anliegerstraße gequetscht hat. „Da können Sie ruhig stehen bleiben, hier fährt sowieso kaum einer vorbei. Außer der Polizei“, sagt der Achtjährige grinsend.

Sein loses Mundwerk hat dem zierlichen Helsaer nach eigenem Bekunden in der Schule anfangs schon mal Ärger mit Lehrern eingebracht und Schelte von seinem Trainer bei der SG/ACT Baunatal, wo er als Schwimmer bereits Pokale gewonnen hat. Doch seit ein paar Tagen ist Janis obenauf. Mit einigen seiner Sprüche hat er beim Radio FFH-Wettbewerb „Wir sind Hessen“ den Hauptpreis als größter „Macho“ im Hessenland gewonnen. Er freut sich auf eine einwöchige Flugreise an den Adriastand im italienischen Jesolo mit seiner Mutter Corinna.

„Nicht hübsch machen“

Ihr Sohn habe früh angefangen zu sprechen, sagt Corinna Erich. Sie war das erste Opfer von Janis loser Zunge. „Du musst dich doch nicht hübsch machen, du bist doch nur eine Mama“, habe er ihr als Kleinkind gesagt, als sie sich gerade frisierte. Später bekam seine Tante ihr Fett weg: Als die sich über die enge Familienkutsche der Erichs beschwerte, meinte der Steppke nur: „Du könntest doch auch fünf Kilo abnehmen.“ Seiner Oma mütterlicherseits warf er einen Spruch an den Kopf, an den er nicht mehr so gern erinnert werden möchte. Zu weit unter der Gürtellinie, findet er heute.

Eigentlich wirkt der Achtjährige mit seiner Vorliebe für plüschige Knuddeltiere aus Stoff so sympathisch, dass man ihm seinen mangelnden Respekt vor Erwachsenen oft gern verzeiht. „Er sagt halt, was er denkt und ist vor allem Älteren gegenüber sehr neugierig und kontaktfreudig“, sagt Corinna Erich. Janis, der noch einen jüngeren Bruder hat, wird da deutlicher: „Erwachsene haben meistens einen sturen Kopf. Aber mein Kopf ist dicker“, kommentiert er grinsend und ruft seiner Mutter zu: „Mama, wo bleibt der Kuchen?“ Seinen Sturkopf setzt der Achtjährige auch in der Familie durch. Drei Jahre habe sie vergeblich versucht, ihren Sohn zu überreden, bei der Tanzgarde der Großenritter Carnevalsgemeinschaft mitzumachen, erzählt Corinna Erich.

Dieses Wochenende hat Janis die Chance, noch berühmter zu werden. Dann nimmt er in Bad Vilbel an der von Radio FFH veranstalteten Kür des „größten Hessen“ teil.

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Von Peter Dilling

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