Familie Al-Omari darf bis Juni bleiben

Minister verlängert Duldung

Lohfelden. Für die von Abschiebung bedrohten Mitglieder der Familie Al-Omari gibt es einen neuen Hoffnungsschimmer. Der hessische Innenminister Boris Rhein (CDU) hat jetzt die Duldung von sieben Mitgliedern des Familienclans, der seit 15 Jahren in Lohfelden lebt, um drei Monate bis 22. Juni verlängert. Das teilte Giovanna Harrer als Sprecherin des Lohfeldener Unterstützerkreises mit.

Ursprünglich hätten die Ehepaare Taher (26) und Amira (25) Al-Omari sowie Suleiman (24) und Fatima (25) Al-Omari samt ihren drei kleinen Kindern Ende März in den Jemen ausfliegen müssen.

Die Familie hatte sich an die Härtefallkommission des Landes Hessen gewandt, um die drohende Abschiebung nach Sanaa abzuwenden. Die Familie würde durch die erzwungene Ausreise auseinandergerissen, sechs Mitglieder des Clans hatten im vergangenen Jahr eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten.

Angesichts der bürgerkriegsähnlichen Zustände im Jemen sei es für die jungen Familien mit ihren Kindern unverantwortlich, in das Land abgeschoben zu werden, sagte Giovanna Harrer.

Die Al-Omaris waren vor 15 Jahren als politische Flüchtlinge nach Lohfelden gekommen, die jüngeren Familienmitglieder sind hier geboren. Die Erwachsenen gehen Beschäftigungen nach, sie seien nicht von Unterstützungszahlungen abhängig; die Familie sei in Lohfelden in das örtliche und das Vereinsleben integriert, so lauten die Argumente der Unterstützer.

Das nächste Treffen des Unterstützerkreises ist für den 10. Mai, 19 Uhr, in der Mensa der Söhreschule Lohfelden geplant. (hog)

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