Kreisstraße 7 als Alternative

B7 bei Oberkaufungen soll mit A 44-Bau verschwinden

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Ihre Tage sind wohl gezählt: Die vor gut 30 Jahren eröffnete Bundesstraße 7 bei Oberkaufungen soll nach dem Willen der Planer auf einer Länge von gut zwei Kilometern zurückgebaut werden. Das Foto zeigt die Straße im Bereich des Hackenbergs unweit der Ziegelhütte.

Kaufungen / Helsa. Jetzt ist es offiziell: Das Bundesverkehrsministerium in Berlin hat Informationen der HNA bestätigt, wonach die Bundesstraße 7 bei Oberkaufungen im Zuge des Baus der Autobahn 44 zurückgebaut und renaturiert werden soll.

Betroffen ist der gut zwei Kilometer lange Abschnitt zwischen der Abfahrt Oberkaufungen (Einmündung zur Kreisstraße 6 /Theodor-Heuss-Straße) und der Kunstmühle, sagte Ministeriumssprecherin Petra Bethge gegenüber dieser Zeitung.

Die A  44 übernehme für den Fernverkehr die Funktion, die heute die B 7 habe. Der regionale Verkehr werde über die parallel zur B 7 verlaufende Kreisstraße 7 zwischen Oberkaufungen und Helsa rollen. „Somit besteht keine Notwendigkeit, zwischen diesen beiden Orten eine weitere Straßenverbindung aufrechtzuerhalten“, sagte Bethge. Die B 7 werde zurückgebaut und renaturiert, um den Flächenverbrauch für den Bau der Autobahn zu verringern.

Um Wildtieren wie Luchs und Wildkatze den Wechsel vom Kaufunger Wald in die Söhre zu ermöglichen, wird laut der Sprecherin zwischen Oberkaufungen und Helsa eine sogenannte Grünbrücke über die Autobahn gebaut.

In Kaufungen und Helsa hatte ein erster HNA-Bericht über die Streichung der Bundesstraße 7 zu einem Sturm der Entrüstung geführt. In den beiden Lossetalgemeinden fürchtet man eine erhebliche Zunahme des Verkehrs in den Ortslagen während des Baus der Autobahn und für die Zeit danach, wenn die Kreisstraße 7 als Umleitungsstrecke dienen wird. Nach Bekanntwerden der Pläne hatte das Kaufunger Parlament, das gegen eine Autobahn im Lossetal ist, eine härtere Gangart gegenüber Bund und Land gefordert. Für den Abschnitt zwischen der A 7-Anschlussstelle Kassel-Ost und der künftigen Anschlussstelle Helsa läuft gegenwärtig das Planfeststellungsverfahren. Wann dieses abgeschlossen wird, ist laut Verkehrsministerium „nicht verlässlich einzuschätzen“.

Von Peter Ketteritzsch

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