Viel Musik und internationale Küche beim multikulturellen Frauentag in Baunatal

Mischung gegen Vorurteile

Tradition trifft auf Moderne: Marwa Ahmadi (10, von links), Sufia Aslami (7), Milloma Samimi (6) und Dunja Nuristani (7) zeigten traditionelle Kleidung aus Afghanistan. Foto: Grigoriadou

Baunatal. In wunderschöner traditioneller Kleidung laufen Marwa (10) und Dunja (7) im Raum herum. Mal schnappen sie sich einen türkischen Dolma (gefülltes Gemüse mit Reis und Hackfleisch), naschen vom Zwetschgenkuchen oder schieben sich afghanischen Manto (gefüllte Teigtaschen) in den Mund.

Beim multikulturellen Frauentag in Baunatal saßen Frauen aus vielen Ländern gemeinsam zusammen, lachten, diskutierten mit Händen und Füßen und fanden trotz unterschiedlicher Kulturen viele Gemeinsamkeiten. „Als wir vor einigen Jahren uns zum ersten Mal trafen, saßen die Frauen noch nicht so gemischt zusammen“, sagt Irmgard Schüler, Frauenbeauftragte der Stadt Baunatal. „Es hat einige Frauentage gedauert, bis sich die Nationalitäten untereinander näher gekommen sind.“

Genau dieses Ziel hat Irmgard Schüler und ihr Team erreicht. „Wir wollen, dass sich die Menschen untereinander öffnen das Schubladendenken langsam abbauen.“

Aus vielen Ländern

60 Frauen aus Deutschland, England, Somalia, der Türkei und Afghanistan ließen es sich bei internationaler Musik und Köstlichkeiten gutgehen. „Manche Unterschiede in der Kultur führen zu Missverständnissen“, erklärt Irmgard Schüler. „Zieht eine deutsche Familie in eine neue Gegend, ist es Sitte, dass sie sich bei den Nachbarn vorstellt. Bei einer türkischen Familie allerdings ist das anders. Sie erwarten die Nachbarschaft bei sich zu Hause.“

Ein weiterer Treffpunkt für Frauen ist in den Räumen der AWO in Großenritte. „Jeden Mittwoch treffen wir uns da, um uns zu unterhalten und gemeinsam Zeit zu verbringen“, sagt Mualla Bagriacik. „Nicht nur türkische Frauen sind willkommen.“ Sie, Yüksel Karahan, Nurten Aksu und Meryem Karahan haben für die türkischen Spezialitätn gesorgt. „Es gefällt mir, neue Menschen kennen zu lernen“, sagt beispielsweise Meryem Karahan.

Von Anthoula Grigoriadou

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