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Pilger starten im Herbst  nach Santiago de Compostella

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Auf ein Neues: Uwe Arend (vorn von links), Dietrich Schiemann, Heinz Arend, Ute Strecha (dahinter) Günter Törner, Uda Weidt, Reinhold Strube und Armin Heyden bereiten sich vor. Foto: Dilling

Baunatal. Die Erinnerungen sind noch ganz frisch, als Dietrich Schiemann (64) aus Kassel und Uwe Arend (54) aus Kaufungen im Erinnerungsbuch ihrer ersten Pilgertour in Frankreich im vergangenen Jahr die Fotos durchblättern. Im Herbst starten sie wieder durch - nach Südfrankreich.

Infos und Kontakt:

Pfarrer Törner
Telefon: 0173 / 8734859 www.kibaum.de

Weite Landschaft, die zerklüfteten Berge des Zentralmassivs in Frankreich, einsame Gehöfte, eine Schafherde, spärlich bewohnte Dörfer, offene kleine Kirchen. Für den damals untrainierten Arend war die zweiwöchige Pilgeretappe, die in Conques endete, im Gegensatz zu dem passionierten Marathonläufer Schiemann eine echte Herausforderung: „Ich hatte ganz schön schwere Beine, aber die Beschwerden sind durch die Leichtigkeit im Kopf ausgeglichen worden“, sagt der Frührentner.

Deshalb wird Arend - wie auch Schiemann - im Herbst zur zweiten Pilgertour seines Lebens aufbrechen: Die evangelische Gethsemane-Kirchengemeinde Baunatal startet mit 30 Pilgern am 17. Oktober mit dem Bus zum Endpunkt der Tour des letzten Jahres in Südfrankreich, um von dort in knapp zwei Wochen 325 Kilometer bis in den kleinen Ort Eauze zu wandern. Von dort kehrt die Gruppe am 1. November mit dem Bus nach Baunatal zurück. Danach sind es nur noch knapp 1000 Kilometer, drei weitere Etappen, bis zum spanischen Wallfahrtsort Santiago de Compostela, dem Ziel der jahrelangen Pilgerreise,das rund 3000 Kilometer von Baunatal entfernt ist. Fünf Plätze hat Pfarrer Günter Törner noch frei.

Trotz der Tagesetappen von bis zu 30 Kilometern und mehr wird es Arend diesmal wohl etwas leichter haben: Die Strecke geht meistens durch ebenes, schwach besiedeltes Gelände, übernachtet und gegessen wird - wie im vergangenen Jahr - in Pilgerherbergen. In kleinen Kirchen werden Gottesdienste gehalten, unterwegs wird auch gesungen. Das Gemeinschaftserlebnis wiege alle körperlichen Beschwerden auf, sagt der Ex-Polizist: „Die Pilgergruppe ist wie eine Familie, die einen trägt. Man wächst über sich hinaus.“. Die Erlebnisse für Geist und Seele seien unvergesslich, die Zeit verliere ihre Bedeutung, fügt er hinzu. Wenn es trotzdem einmal ein Problem geben sollte, ist Heinz Arend mit seinem Gepäck- und Proviantwagen zur Stelle. Er hat Dieter Arend, seinen Neffen, für die Pilgertour begeistert.

Sechs Jahre sind die Baunataler nun schon etappenweise auf Pilgertour. Anfangs hatte Pfarrer Törner dafür auch unter Jugendlichen geworben. Die sind allerdings nicht mehr an Bord, obwohl sie 300 Euro Rabatt auf die ansonsten 1000 Euro teure Inklusiv-Reise erhalten. Die meisten Teilnehmer sind zwischen 35 und 70 Jahre alt. Ein fester Kern komme jedes Jahr mit, sagt Törner. Am 20. Juni gibt es ab 16 Uhr ein Informationstreffen für die Pilger in der Gethsemane-Kirche. Anmeldeschluss ist der 30. Juni.

Von Peter Dilling

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