Über 700 Besucher beim Konzert des Bundespolizei-Orchesters – knapp 3700 Euro für Kinderkrebsstation eingespielt

Mitreißende Musik und Witz auf der Bühne

Solo für Klarinette: Frank Conrad spielt „Petite Fleur“ von Sidney Bechet, unter Leitung von Matthias Höfert, der sein Orchester mal verhalten, mal mit vollem Körpereinsatz und immer mit sichtlicher Freude an der Musik dirigierte. Fotos: Schilling

Vellmar. Mal leise und einschmeichelnd, dann wieder aufbrausend und gewaltig - so begrüßte das Bundespolizei-Orchester Hannover seine Gäste in der Mehrzweckhalle Frommershausen. Mit dem Stück „Resplendent Glory“ von Rossano Galante starteten die Musiker unter Leitung von Matthias Höfert fulminant in den Abend.

Und der Auftakt hielt, was er versprach. Ob beschwingte Melodien aus „Im weißen Rössl am Wolfgangsee“, lateinamerikanische Klänge oder rockige Stücke von den Scorpions – das Publikum wippte mit den Füßen und applaudierte begeistert.

Zum 29. Mal stand das Orchester in Vellmar zu einem Wohltätigkeitskonzert auf der Bühne, diesmal unter dem Motto: Musik und Freude schenken. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Stadt und dem Kuratorium Vellmar und der Direktion der Bundesbereitschaftspolizei Fuldatal. Die Einnahmen von knapp 3700 Euro sind für die Kinderkrebsstation des Klinikums Kassel bestimmt.

Dirk Hillebold führte mit Witz durch das Programm und machte dabei auch vor Friedrich Eichele, Präsident der Bundesbereitschaftspolizei Fuldatal, nicht halt. Der hatte sich in seiner Begrüßung über knapp 800 Besucher gefreut und dann erwähnt, dass 710 Karten verkauft wurden. „Da müssen wir wohl mal die Sicherheit überprüfen“, kommentierte Hillebold und sorgte damit, nicht zum letzten Mal an diesem Abend, für herzliches Gelächter.

Mit unterhaltsamen Geschichten informierte er über die einzelnen Stücke, um dann humorvoll zur Musik überzuleiten. So beim Astronautenmarsch, zu dem er die Geschichte vom ostfriesischen Kosmonauten erzählte, der extra nachts auf der Sonne landen will - um nicht zu verbrennen.

Ein außergewöhnliches Instrument kam bei „The Typewriter“ zum Einsatz: eine Schreibmaschine. Besonderen Applaus erntete dabei Thomas Müller, von Hillebold als „lebender Mikrofonständer“ vorgestellt.

Dass Orchestermusik und rockige Töne gut zusammenpassen, zeigten die Musiker nach der Pause. Auf dem Programm standen dann unter anderem Stücke von den Scorpions und Uriah Heep. Als Zugabe spielte das Orchester den Radetzky-Marsch. Und als danach die ersten Töne von Brahms Wiegenlied „Guten Abend, gut Nacht“ erklangen, kam auch das Publikum noch zum Einsatz und sang mit. (pmi)

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