Mitte Juli fertig: Zugang zum Bahnhof Guntershausen soll sicherer werden

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Neuer Weg zum Bahnhof: Hier soll der 53 Meter lange Fußweg an die bestehende Unterführung der Bahn angeschlossen werden. Der Betonverschluss, den die Bahn dort dort angebracht hatte, ist bereits abgebaut. Oben drüber rollt ein ICE auf dem Weg nach Kassel durch den Bahnhof.

Baunatal. Der neue Weg aus dem Dorf zum Bahnhof ist bereits gut zu erkennen. Der Anschluss an die Unterführung unter den Gleisen wurde in den vergangenen Wochen gut fünf Meter tief in der Erde freigelegt.

Bis Mitte Juli wollen die Baufirmen den neuen Zugang von der Straße „Am Bahnhof“ zu den Bahnsteigen nun in eine ansehnliche Form bringen. Damit soll der bisherige, für Fußgänger gefährliche Weg durch einen schmalen Straßentunnel entfallen.

„Wir sind im Zeitplan“, sagt Hartmut Wicke vom Bauamt im Baunataler Rathaus. Strom- und Telekomleitungen seien bereits verlegt worden, ab der nächsten Woche werde am Kanal gearbeitet. „Mitte Mai beginnen dann die Betonarbeiten.“ Die Stadt Baunatal investiert laut Wicke 430.000 Euro. 215.000 Euro kommen als Zuschuss vom Land Hessen.

53 Meter lang wird der Weg von der Ortslage in die kürzlich von der Bahn geschaffenen Unterführung, die zu den beiden ebenfalls neuen Nahverkehrsbahnsteigen führt.

Genau um diesen Anschluss hatte es über Jahre Diskussionen zwischen der Bahn AG und der Stadt Baunatal gegeben. Das Verkehrsunternehmen hatte es strikt abgelehnt, die Unterführung in Richtung Dorf zu öffnen und somit eine Alternbative zu dem bisherigen Weg durch den Straßentunnel (ohne Gehwege) zu schaffen. Die Bahn verschloss die Unterführung auf der Kopfseite mit einer Betonplatte mit dem Hinweis, dass die Kommune selbst für einen neuen Weg ins Dorf sorgen müsse.

HNA hakte nach

Hartmut Wicke

Die Stadt entschloss sich schließlich dazu, eine Anbindung auf eigene Kosten zu realisieren. Dass das technisch überhaupt möglich sei und keine weiteren Gleise unterquert werden mussten, darauf hatte die HNA mit Blick auf mehr Sicherheit für Fußgänger immer wieder hingewiesen. Erst durch das hartnäckige Nachhaken war in die vorübergehend festgefahrenen Gespräche zwischen Bahn und Rathaus wieder Bewegung gekommen.

„Es ist gut, dass der Durchgang geschaffen wird“, betont Hartmut Wicke. Somit könnten Fahrgäste dann doch sicherer zu den Bahnsteigen gelangen. Die künftige Rampe führt behindertengerecht, leicht ansteigend aus dem Tunnel heraus. Nach jeweils sechs Metern gibt es eine ebene Plattform. Oberhalb der Stützmauer soll eine LED-Straßenbeleuchtung installiert werden. Mit der Helligkeit will man sich an den Normen der Bahn orientieren.

Imbiss versprochen

Übrigens: Nicht nur, dass die Guntershäuser einen sichereren Weg zu ihrem Bahnhof bekommen, sie können sich zudem auf einen besonderen Imbiss zur Eröffnung der Anbindung freuen. Das Planungsbüro Pöyry, so berichtet Hartmut Wicke, habe zur Einweihung Thüringer Bratwurst versprochen.

Von Sven Kühling

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