Hängepartie seit seinem Jahr: Trotz Zusage verzögert sich Straßenmarkierung in Ochshausen weiter

Noch immer fehlt die Fahrbahnmarkierung in Ochshausen

Lohfelden. Seit fast einem Jahr soll die Fahrbahnmarkierung in der Ochshäuser Dorfstraße in Lohfelden erneuert werden. Den betroffenen Bürgern wurde das in Aussicht gestellt.

Versprochen hatte dies das damalige Kasseler Amt für Straßenverkehr (ASV) nach Protesten von Bürgern für Ende 2011. Passiert ist jedoch bis heute nichts, obwohl die Straßenbehörde, die inzwischen in „Hessen mobil“ umgetauft wurde, ihr Versprechen in diesem Jahr mehrmals wiederholt hat.

„Es sollte erst gleich nach Ostern und später dann am 4. Juni endgültig losgehen“, sagt Dieter Rudolph (72), der den Mangel an Verkehrssicherheit auf der Ochshäuser Dorfstraße als Erster zum Thema machte und das Ausbleiben der Markierung anschließend immer wieder beklagt hat. Zunächst habe es geheißen, der Kreis habe kein Geld, später sollte der von ihm kritisierte Zustand zügig geändert werden, erinnert sich der enttäuschte Bürger. Rudolph kündigte jetzt ein Protestschreiben an den hessischen Minister für Wirtschaft und Verkehr an.

Noch immer ist keine Fahrbahnmarkierung zu sehen

Die HNA fragte bei Hessen mobil nach, warum mit den Markierungsarbeiten immer noch nicht begonnen wurde. „Wir müssen jetzt bis zur Beendigung der Kanalbauarbeiten im Forstfeld warten, die noch bis Mitte September andauern werden“, sagte der stellvertretende Pressesprecher der Behörde, Gerd Bohne.

Die Kanalbaumaßnahme der Stadt Kassel habe auch in Lohfelden eine Straßensperrung mit geänderter Verkehrsführung in der Ochshäuser Dorfstraße zur Folge gehabt und eine Verschiebung der Markierungsarbeiten erforderlich gemacht. „Sobald alle provisorischen Klebemarkierungen, auch an der Einmündung Hauptstraße, entfernt sind, kann es losgehen“, sagte der Sprecher der Straßenbehörde.

Diese Argumentation will Dieter Rudolph „so nicht stehen lassen“: 70 Prozent des Straßenverlaufs seien davon gar nicht betroffen, sagt der Rentner aus Vollmarshausen. „Gerade jetzt könnte man die Markierungslinien in der Ochshäuser Dorfstraße wegen des geringen Verkehrs sehr gut aufbringen.“ Die Fachfirma sei kürzlich erst am Kreisel in Crumbach im Einsatz gewesen.

Gemeinsam mit Anwohner Fritz Scholl (69), in dessen Gartenzaun in den vergangenen Jahren schon mehr als 20 Autos gelandet sind, fordert Rudolph, in dem kurvigen Bereich der Kreisstraße zwischen Gasthof Rode und Zufahrt Aldi außerdem eine Tempo-30-Zone einzurichten. Eine entsprechende verkehrliche Anordnung sollte auch im Interesse der Gemeinde Lohfelden liegen, sagte Dieter Rudolph unserer Zeitung. (ppw)

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