Bauarbeiten am Gebäude der Vellmarer Musikschule Chroma – 550 000 Euro Investitionen veranschlagt

Mittelteil wird komplett entkernt

Vellmar. Nachdem das Bauprojekt zur Schaffung neuer Räume nach der Rückgabe des Hessentages gescheitert war, nimmt die Vellmarer Musikschule Chroma ihre Zukunft jetzt selbst in die Hand:

Für 550.000 Euro soll das Gebäude am Standort in der Adalbert-Stifter-Straße umfassend saniert werden. „Es ist in einem Zustand, der so nicht mehr hingenommen werden kann“, sagte der Vorsitzende des Trägervereins der Chroma, Rudolf Cerny, bei der Vorstellung der Pläne.

Nachdem ein Architekt und Statiker das Gebäude aus den 70er-Jahren unter die Lupe genommen hatte, wurde eine Bestandsaufnahme gemacht. Demnach kann das Kellergeschoss mit den sanitären Anlagen und dem Schlagzeugraum erhalten bleiben. Das gilt auch für Teile des Daches, das auf einer Metallkonstruktion ruht. Komplett entkernt wird dagegen der erste Stock, in dem sich Probenräume und die Verwaltung befinden. „Innenwände, alle Fassaden und der gesamte Estrich kommen weg“, erläuterte der musikalische Leiter der Musikschule, Gerhard Förster.

Auch die Finanzierung des Projekts wurde vom Vorstand des Trägervereins laut Cerny schon seriös durchgerechnet. Und so sieht die Kalkulation aus: 350.000 Euro fließen als Darlehen eines privaten Geldgebers, das von der Chroma im Zeitraum von 20 Jahren abbezahlt wird. Um das zu ermöglichen, räumt die Stadt Vellmar, von der die Musikschule das Gebäude gemietet hat, dieser ein im Grundbuch abgesichertes Nutzungsrecht über 99 Jahre ein.

Dazu kommen ein Eigenanteil der Chroma von 50.000 Euro und einkalkulierte Zuschüsse von der Stadt Vellmar und dem Landkreis von jeweils 55.000 Euro. Auch die die Chroma finanziell mittragenden Gemeinden Ahnatal und Fuldatal sollen sich beteiligen. Der Rest der Investitionssumme soll über eine groß angelegte Spendenaktion gesammelt werden. Dabei setzen Cerny und Förster auf ein breites „Wir-Gefühl“ gegenüber der Musikschule. „Wir wünschen uns, dass unser Projekt von allen politischen Parteien und den Bürgern getragen wird.“

Das kommende Jahr soll dafür genutzt werden, die Planungen abzuschließen, Zuschüsse zu beantragen und die Ausschreibung über die Bühne zu bringen. Das Projekt soll dann zu einem Festpreis an einen Anbieter vergeben werden. Spätestens 2014 soll mit dem Umbau begonnen werden, der noch im selben Jahr abgeschlossen sein soll.

Stefan Wewetzer

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