Gemeinde least neue „Starenkästen“

Moderne Radarfallen für Lohfeldener Ortseinfahrten

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Auch in Vollmarshausen ist Vorsicht geboten. Auf dem Bild ist die neue Blitzer-Säule in der Welleröder Straße aus der Richtung Söhrewald zu sehen.

Lohfelden. Wer nach dem Abbau einiger „Starenkästen“ davon ausgegangen ist, dass man als Autofahrer auf dem Gebiet der Gemeinde Lohfelden bald überhaupt nicht mehr geblitzt wird, hat sich getäuscht: Die Gemeindeverwaltung hat damit begonnen, an mehreren Ortseinfahrten moderne Blitzer-Säulen aufstellen zu lassen.

Auch am Waldauer Weg (Höhe Freibad) werden Verkehrsteilnehmer, die mit ihrem Kraftfahrzeug schneller als erlaubt unterwegs sind, neuerdings von einer solchen Anlage aus fotografiert.

Auf Kritik stößt, dass die grün lackierten Automaten besonders an dieser Stelle kaum oder erst zu spät wahrgenommen werden, weil sie unmittelbar neben gleich großen Laubbäumen platziert wurden. „Vor wenigen Wochen standen vor allen Blitzer-Anlagen noch Warnschilder“, sie müsse sich an die neue Situation erst gewöhnen, sagte eine Autofahrerin. Hauptamtsleiter Kai Hast wollte die Kritik nicht kommentieren, bestätigte aber, dass alle bisherigen ortsfesten Überwachungsanlagen in Lohfelden in den nächsten zwei Wochen ersetzt werden. Am Feuerwehrhaus in der Crumbacher Straße und an der Welleröder Straße in Vollmarshausen sei das schon erledigt.

Zu den Kosten machte Hast, der im Rathaus unter anderem für alle Fragen des Straßenverkehrs zuständig ist, noch keine Angaben. Nur so viel: Investieren müsse die Gemeinde für den Generalaustausch praktisch nichts, es handele sich um ein Leasingverfahren. Kai Hast kündigte für Anfang bis Mitte Juni eine umfassende Bürger- und Presseinformation zum Thema an.

Außer an den genannten Orten standen beziehungsweise stehen seit 2004 weitere Blitzer-Anlagen in der Ochshäuser Dorfstraße vor der Wohnsiedlung am Hammelsberg und etwa 150 Meter hinter A 7-Brücke in Crumbach. Die Anlage am Hammelsberg wurde vor zwei Jahren umgefahren und dann nicht mehr ersetzt. In Crumbach steht der Starenkasten vor dem Jugendzentrum noch.

Besonders spektakulär verlief eine Nacht- und Nebelaktion unbekannter Täter, die vor gut fünf Jahren die Kameraöffnungen sämtlicher Starenkästen mit Polyäthylen-Schaum außer Gefecht setzten. Die Gemeindeverwaltung ließ die Anlagen damals schnell wieder in Ordnung bringen.

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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