Gebäude in Espenau soll spätestens Anfang 2016 vermietet werden – Fenster teilweise schon erneuert

Mönchshaus: Die Fassade ist fertig

Die Fassade ist saniert: Viele der größeren Arbeiten am Mönchshaus in Espenau sind abgeschlossen. Bei der Farbe haben sich die Ehrenamtlichen an der orientiert, die man auf alten Steinen gefunden hat (kleines Bild). Fotos: Wüstefeld

Espenau. In diesem Jahr ging es mit einem gewaltigen Sprung nach vorn: Die komplette Fassade des Mönchshauses in Espenau ist erneuert worden, teilweise sind bereits neue Fenster eingesetzt worden.

„Wir haben dabei darauf geachtet, die gut 800-jährige Geschichte des Hauses dazulassen“, sagt Hans-Dieter Baller, der das Haus zusammen mit weiteren Helfern möglichst in Eigenregie saniert. So sind zum Beispiel die Umrisse eines ehemaligen kleinen Fensters zu sehen.

Das Haus, welches bis in das 20. Jahrhundert hinein als Verwalterhaus des Klostergutes fungierte, wird seit den 80er-Jahren nicht mehr genutzt. „Die Hermann-Gmeiner-Straße wurde 1982 gebaut, das Gelände des Klostergutes dadurch geteilt“, erläutert Baller. Um das Haus vor dem Zerfall zu retten, wurde vor vier Jahren ein gemeinnütziger Verein gegründet. Seitdem werden Balken erneuert, Lehm verputzt und Fensterrahmen neu gestrichen. Natürlich könne nicht alles in Eigenleistung gemacht werden, weshalb Fördermittel und Zuweisungen genutzt werden: „Durch Mittel des Landes Hessen, der Stadt und des Landkreises konnte 2011 so schon der Dachstuhl instand gesetzt und das Dach neu gedeckt werden“, sagt Baller.

Mit erneuten Mitteln vom Landesamt für Denkmalpflege, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und abermals der Gemeinde konnte jetzt die Außenwand verputzt werden – „in der Farbe, die das Haus schon bei der Erbauung hatte“, sagt Baller. Diese habe man anhand von gefundenen Steinen rekonstruieren wollen, gleiches gilt auch für die Farbe der Fensterrahmen: „Das Grün entspricht dem der Originalfarbe.“

In der nächsten Zeit stehen vor allem Streich- und Tischleraufgaben an, „wir freuen uns über jede helfende Hand“, sagt Baller. Mit dem Geld, das bisher durch Fördersummen zusammengekommen ist, hofft er, die Renovierungsarbeiten zu Ende bringen zu können. „Mit jedem weiteren gespendeten Euro können wir das Haus natürlich eher wieder so herrichten, wie es mal war.“ Spätestens Anfang 2016 soll das Haus dann gewerblich vermietet werden, die Einnahmen „sind ausschließlich für den Erhalt des Hauses“ gedacht. Gut 185 Quadratmeter sollen dann genutzt werden können, zusätzlich bieten Dachboden und Kellerräume Stauraum. (cow)

Informationen: www.moenchshaus.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.