Musikschule Chroma feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen – Jubiläumskonzert im August

Mit Mozart-Abend fing alles an

RudolfCerny

Vellmar. Mit einem Vhs-Kurs zum Thema Kammerorchester fing alles an. Heute, 25 Jahre später, ist aus dieser Keimzelle die Musikschule Chroma in Vellmar geworden. „Rund 10 000 Schüler haben seitdem mit uns zu tun gehabt“, sagt der Vorsitzende des Trägervereins, Rudolf Cerny. Im vergangenen Jahr hat die Chroma mit ihren 30 Lehrkräften - plus zwei Verwaltungsangestellten - 1016 Schüler unterrichtet.

Erste Konturen nahm die Musikschule Vellmar im Mai 1987 mit der Gründung des Trägervereins an, im darauffolgenden September wurde mit der eigentlichen musikalischen Arbeit begonnen, erinnert sich Gerhard Förster, seit 1988 Leiter der Musikschule. Das erste Konzert Anfang 1988 in der Kulturhalle bot zwei Mozart-Abende. In den Anfängen war die Musikschule in zwei Räumen im Vellmarer Rathaus untergebracht. Gestartet wurde mit sechs Lehrkräften und 260 Schülern. Heute ist der Sitz der Chroma in der Adalbert-Stifter-Straße in unmittelbarer Nähe zur Ahnatalschule. Mit der verbindet die Chroma seit 2005 über die Musikschulklassen eine enge Kooperation, gipfelnd in der Gründung des gemeinsamen symphonischen Orchesters.

Behutsam wurde das Angebot der Musikschule nach dem Start ausgebaut. Ein zentrales Standbein war von Beginn an die musikalische Früherziehung für Kinder von vier bis sechs Jahren. Ein Novum. „Damals mussten wir in den Kindergärten viel Überzeugungsarbeit leisten“, sagt Rudolf Cerny. Das Resultat: Heute zeige sich die Musikschule „sehr gefestigt“. Expansion sei keine mehr zu erwarten, ergänzt Musikschulleiter Förster. „Wir bieten die ganze Bandbreite an, die Schule ist komplett ausgelastet.“

Gefestigt zeigt man sich auch finanziell. 823 000 Euro beträgt der Etat für dieses Jahr, allein 510 000 Euro werden über die Unterrichtsgebühren der Eltern aufgebracht. Dazu kommen regelmäßige Zuschüsse der Kommunen Vellmar, Fuldatal und Ahnatal. 2005 wurde diese Vereinbarung auch vertraglich festgeschrieben.

Allein 675 000 Euro des Gesamt-Etats sind für Personalkosten veranschlagt. „Damit sind wir ein bemerkenswerter Arbeitgeber“, bilanziert Cerny. Und, darauf legt der Vorsitzende des Fördervereins besonderen Wert: ein sozial denkender Arbeitgeber dazu. Denn Ziel der Musikschule war es von Beginn an, „qualifizierte Lehrkräfte über feste Verträge langfristig zu binden und ihnen eine Heimat zu geben“. Das ist gelungen. Fünf der ersten Stunde sind noch heute dabei.

Von Stefan Wewetzer

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