Geschichtsscheine in Wilhelmshausen

Mühlenleben zum Anfassen

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Erinnerung an die Vergangenheit: Adolf Bey (links) und Klaus Keil besichtigten die Museumsmühle in Wilhelmshausen. Beide wuchsen mit den in der Ausstellung gezeigten Geräten auf, Klaus Keil stiftete dem Geschichtsverein einige Exponate.

Fuldatal. Einen Tag lang leben wie vor 100 Jahren: Mit der historischen Mühle und der angrenzenden Geschichtsscheune in Wilhelmshausen macht der Geschichts- und Museumsverein Fuldatal dieses Erlebnis möglich.

Anlässlich des jährlich stattfindenden Deutschen Mühlentages am Pfingstmontag lädt der 130 Mitglieder zählende Verein stets zum Mühlenfest ein. Rund 350 Besucher waren in diesem Jahr zu Gast.

„Wir freuen uns über den Besuch, auch wenn die Zahl etwas hinter dem Vorjahr zurückliegt“, meinte der 1. Vorsitzende des Geschichts- und Museumvereins, Volker Luckhard.

Einen Grund für den Besucherschwund zum Vorjahr, als rund 500 Besucher die Möglichkeit nutzten, sich in der Museumsscheune über die Herstellung von Honig, Milch, Fleisch und Flachs zu informieren und in der historischen Mühle die Arbeit eines Müllers hautnah zu erleben, sah Luckhard im Wetter. „Dennoch hat sich unser Fest bereits einen Namen erworben, viele Besucher erscheinen jedes Jahr“, so der 1. Vorsitzende.

Historisches Weben: Leonard und Brigitte Jordan begutachten die Haspel eines Webstuhls.

Vielfältig hatte der ausrichtende Verein die Kinderbetreuung gestaltet. Kinderschminken, Glücksrad und Dosenwerfen standen auf dem Programm. „Ich finde es toll, wie familienfreundlich die Veranstaltung gehalten ist“, meinte Brigitte Jordan, die zusammen mit Sohn Leonard das Mühlenfest besuchte.

Altersübergreifend wurde ein Mühlenquiz angeboten. Besucher mussten hierbei Fragen zu historischen Werkzeugen oder Abläufen in der Getreideproduktion beantworten. „Ich habe alles ausfüllen können, es hat Spaß gemacht“, meinte der neunjährige Ulrich stolz.

Extra aus Göttingen war Heike Siebert mit ihrer Familie angereist und lobte die Organisation der Veranstalter: „Wir besichtigen jedes Jahr zum Mühlenfest eine andere Mühle. Uns gefällt es hier sehr gut.“

Für Klaus Keil war der Mühlentag etwas Besonderes. Er hatte nach Aufgabe seines Bauernhofes einige seiner Geräte an den Museumsverein abgegeben. „Da werden Erinnerungen wach“, meinte der langjährige Landwirt, als er seine Exponate entdeckte.

Von Tobias Kisling

Fotos: Mühlentag in Wilhelmshausen

Mühlenfest in Wilhelmshausen

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