Kreis: Touren können besser geplant werden

Müllabfuhr: Strichcodes für Behälter

Kreis kassel. Ab Oktober dieses Jahres werden alle rund 210 000 Abfallbehälter im Landkreis Kassel mit Strichcode-Etiketten gekennzeichnet. Ziel der Aktion sei es, sämtliche Abfallbehälter zu registrieren, sagte Uwe Pietsch, Leiter der Abfallentsorgung Kreis Kassel. Mithilfe der so gewonnenen Daten könnten Tourenplanung und Service verbessert werden. Durch die Angabe des Grundstücks sowie der Art und Größe der Behälter werde es zudem künftig nicht mehr zu Verwechslungen kommen, verspricht der Chef der Abfallentsorgung.

Die Registrierung werde auch zu „mehr Gebührengerechtigkeit“ führen. So werde es schwieriger, der Müllabfuhr „schwarze Tonnen“ unterzujubeln, so Kreissprecher Harald Kühlborn. Registriert werden die Daten durch Lesegeräte, die an den Müllfahrzeugen installiert sind. Von dem Etiketten-System verspricht sich der Kreis mehr Effizienz bei der Müllabfuhr. Die Einführung des im Vorfeld umstrittenen Systems, die zwei Jahre dauern wird, kostet nach Angaben Kühlborns rund 800 000 Euro. Man gehe davon aus, die Kosten innerhalb von vier Jahren wieder eingenommen zu haben.

Gekennzeichnet werden müssen die Abfallbehälter nach Angaben des Kreises von den Bürgern selbst. Sie erhalten nach und nach Post mit den Strichcode-Etiketten. Die Müllgebühren steigen durch die Aktion nicht. Im Gegenteil: Wegen der guten Ergebnisse der kommunalen Abfallentsorgung werden die Müllgebühren im Landkreis Kassel ab 1. Januar um mindestens fünf Prozent gesenkt. (ket)

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