Mundart mit viel Humor

Niestetal. Vier junge Leute sitzen im Rollstuhl und bewegen sich anfangs mühevoll auf dem Hof der Sandershäuser Kirche. Josefine (13), Nico (14), Lara (13) und Hendrik (13) helfen beim Sommerfest der Diakonie.

„Wir lernen und zeigen auch anderen Menschen wie es ist, im Rollstuhl zu sitzen.“ Das sagt Josefine. „So haben wir einen guten Einblick und können Rollstuhlfahrer besser verstehen.“

130 Besucher feierten bei Gegrilltem und selbst gebackenem Kuchen ein großes Diakoniefest, das auch vom Förderkreis der Kirche unterstützt wurde. „Es ist wichtig, dass wir den Patienten auch mal außerhalb des Alltags begegnen“, sagte Pflegedienstleiter Boris Koechel. „Außerdem wollen wir mit den Angehörigen feiern.“

Auf Mundart unterhielt Edith Speck das Publikum, wobei die Jüngeren kaum etwas verstanden und die ältere Generation viel zu Lachen hatte. Nachdem sich alle Besucher mit deftigen und süßen Naschereien gestärkt hatten, gab es Musik. Der Heiligenröder Chor „Sound of Joy“ überraschte mit deutschen, englischen und spanischen Liedern, die einige zum Tanzen animierten.

„Ich hab nen neuen Arzt! Kennt ihr ihn schon?“, brüllt eine dunkel gekleidete ältere Frau über den Kirchhof. Marlies Bülow schnappt sich Boris Koechel und zieht ihn zwischen den Gästen hinter sich her. Dann passiert es: Ein Zahn fliegt ihr aus dem Mund und landet im Gras. Kein Problem für die rüstige Dame, die ihn gleich wieder zurück in den Mund steckt.

Mit einer guten Portion Humor endet das Diakoniefest. „Das Fest wird noch ein paar Tage Thema sein“, sagt Boris Koechel. Er freut sich, den Patienten eine so große Freude machen zu können.

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