Zwei Heckershäuser RSC-Mitglieder überquerten mit ihren Mountainbikes die Alpen

Per Rad zu Murmeltieren

Radfahren im Felsen: Christian Schäffer passiert eine Leiter am Schrofenpass.

Ahnatal. Mit dem Rad über die Alpen - dieses spektakuläre und anstrengende Vorhaben setzten die beiden Heckershäuser Sandra Richter und Christian Schäffer in die Tat um. Nachdem die beiden Sportler bereits 2010 die Strecke von Mittenwald zum Gardasee bewältigten, setzten sie dieses Mal noch einiges an kraftraubenden, dafür aber beeindruckenden Strecken drauf.

Siebentägige Tour

Im allgäuischen Oberstdorf begann die siebentägige Radtour und führte über die schweizerische Grenze, den Fimberpass, Stilfts und der Montozzo-Scharte zum italienischen Gardasee.

Wie anspruchsvoll ein solches Vorhaben sein kann, erlebten die beiden Ahnataler, die Mitglieder im RSC-Weimar Ahnatal sind, bereits am ersten Tag ihrer Reise: Mit dem Mountainbike ging es über einen Steig am Schrofenpass, der mit Drahtseilen und Leitern bestückt war. Entsprechend musste das Rad das ein ums andere Mal geschoben oder gar getragen werden.

„In einer Woche haben wir noch nie so viel geschwitzt.“

Christian Schäffer

Landschaftliche Höhepunkte wie der Formarinsee oder der Kristbergsattel hätten für die Strapazen jedoch entschädigt, so die beiden Heckershäuser. Der Belag der Straßen reichte dabei von einer steilen Schotterpiste über Asphalt bis hin zu ein Meter breiten und in den Fels geschlagenen Pfaden. Als wahre Mutprobe gestalteten sich schmale Wege, die an tiefen Schluchten vorbeiführten sowie ein Gewitter in den Alpen. Ansonsten galt es, die Fahrt zu genießen. Da die Radler drei Länder passierten, lernten sie viele kulturelle und kulinarische Eindrücke kennen. Ein besonderes Erlebnis war für Richter und Schäffer die Fahrt auf der Stilfser-Joch-Straße, eine Passage des legendären Radrennens Giro d’Italia. Nach 420 Kilometern und 14 200 Höhenmetern bergauf hatten die beiden Radfahrer den Gardasee erreicht.

„In einer Woche haben wir noch nie so viel geschwitzt. Aber es war ein unvergessliches Erlebnis mit einer kaum beschreiblichen natürlichen Vielfalt“, berichtete Christian Schäffer.

Vor allem habe man die Tour ohne Blessuren und technische Defekte gemeistert. Die beiden bedankten sich für das intensive Training beim RSC Weimar-Ahnatal, das die konditionelle Meisterleitung ermöglichte.

Von Tobias Kisling

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