Stadt erweitert zweiten Spielplatz

Generationenwechsel im Vellmarer Wohngebiet: Musikerviertel verjüngt sich

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Spielplatz lockt mit neuen Geräten: Jonas Ludewig (rechts) testet die neue Kletterwand im Elscheweg. Klaus Kreß verschraubte die letzten Teile.

Vellmar. Erstbewohner tauschen ihre Häuser gegen kleinere, altersgerechte Wohnungen – dafür ziehen junge Familien zu. Ein Generationenwechsel zeichnet sich für die kommenden Jahre im Vellmarer Musikerviertel ab.

Die Zahl der Kinder im Wohnquartier, dessen Bebauung im Jahr 1975 begann, wird in den nächsten Jahren stetig zunehmen. Deshalb investierte die Stadt Vellmar – nachdem bereits vor drei Jahren der Spielplatz in der Orffstraße erneuert worden war – jetzt auch in neue Spielgeräte im Elscheweg.

Für insgesamt 6000 Euro wurde der Spielplatz runderneuert. „Eine Sanierung hätte nicht ausgereicht“, weiß Uwe Niede von der Vellmarer Stadtverwaltung. Jetzt können sich die Kinder unter anderem an einer Kletterwand, auf neuen Schaukeln, einer Rutsche und beim Kicken auf ein großes Tor so richtig austoben.

„Hier macht es Sinn, zu investieren“, sagte Niede und verwies auf den beginnenden Umbruch im Viertel. Denn obwohl sich der demografische Wandel noch in den Anfängen befinde, zeichne sich bereits seit den vergangenen vier Jahren ein Trend zu steigenden Kinderzahlen ab.

Während vor vier Jahren noch 115 Kinder bis 14 Jahre im Viertel wohnten, sind es aktuell 128 – das entspricht einem Zuwachs von 11 Prozent.

Als die Bebauung des Quartiers, das direkt nördlich an das Vellmarer Stadtzentrum grenzt, in den 1970er-Jahren begann, bezogen junge Familien die Siedlung.

Heute, 40 Jahre später, wohnen laut Niede die Erstbewohner nach wie vor in den großen Häusern im Zentrum des Quartiers – meist zu zweit oder alleinstehend. Mittlerweile haben sie jedoch das Rentenalter erreicht. Auch wenn es momentan für viele noch nicht infrage kommt, umzuziehen, ist zu erwarten, dass die Erstbewohner bald in kleinere, altersgerechte Wohnungen umsiedeln, während junge Familien von außerhalb zuziehen, besagt eine Studie des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, die im Dezember des vergangenen Jahres veröffentlicht wurde.

Nachfrage ist da

Lediglich am Siedlungsrand, der erst in den 1990er-Jahren entstanden ist, wird ein Generationenwechsel vorerst ausbleiben. Seit einigen Jahren besteht bereits eine steigende Nachfrage nach Wohnraum im Musikerviertel, so die Studie. Unter anderem die großen Grundstücke, zahlreiche Nahversorgungsmöglichkeiten und die Straßenbahnanbindung machen das Quartier aus.

Von Stefan Wewetzer

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