Auch außerhalb des Schulverbunds

Herderschule erfreut sich steigender Beliebheit

Ausdrucksstark: Schüler der Wilhelm-Leuschner-Schule Niestetal setzten beim Neujahrsempfang des Schulverbunds mit ihrer Tanztheater-Show den Schlusspunkt. Fotos: Dilling

Kreis Kassel. Die Diskussion um das verkürzte Abitur (G8) hat vergangenes Jahr genauso wie die drohende Schließung der Joseph-von-Eichendorff-Schule zu Turbulenzen in der Schullandschaft geeführt. Dennoch blieb Martín Sauer, Leiter der Herderschule, des Oberstufengymnasiums des Landkreises, beim Neujahrsempfang des Schulverbunds Ost optimistisch.

Die Rückkehr zur längeren Gymnasialstufe (G9) habe für die Herderschule des Landkreises nicht den befürchteten Einbruch an Schülern gebracht, sagte er. Dem Verbund sind zehn Schulen mit 7400 Schülern angeschlossen.

Das liege auch daran, dass das Oberstufengymnasium zunehmend auch von Schülern außerhalb des Schulverbunds nachgefragt werde. Die machten schon einen Anteil von über 40 Prozent aus. Derzeit besuchen 620 Gymnasiasten die Herderschule.

Für die Zukunft sei der Schulverbund gut aufgestellt, sagte Sauer. Die Kooperationen zwischen der Herderschule und der Gesamtschule Kaufungen bei den Naturwissenschaften, mit der Gesamtschule Ahnatal im Sport und der Wilhelm-Leuschner-Schule im Bereich Theater würden ausgebaut. Die Schüler im Gymnasialzweig der Eichendorff-Schule werde man verstärkt beraten, versprach Sauer. Die für 2018 geplante Schließung dieser Schule sei „die schmerzhafte Endphase einer langen Entwicklung’“, sagte Kassels Dezernentin Anne Janz (Grüne). Musische Angebote würden im Schulverbund Ost immer wichtiger, erklärte Sauer. Die Herderschule biete zum zweiten Mal eine Klasse mit zweisprachigen Unterricht an. In absehbarer Zeit müsse man über eine weitere nachdenken. Trotz der bereits erfolgten, Millionen Euro teuren Renovierung der Schule hat Sauer noch den Umbau des Musiksaals und eine Turnhalle auf dem Wunschzettel.

Das seien „richtig dicke Brocken“, Millionen teuer, tentgegnete Vizelandrätin Susanne Selbert (SPD). Trotz des Schutzschirms, unter dem der Kreis stehe, werde man versuchen, einiges davon zu stemmen, erklärte sie, (pdi)

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