Grünes Licht für Neubau

Musikschule Chroma: Abrissbagger könnten schon im Frühjahr anrücken

Musikschule erhält neues Gesicht: Nach demAbriss wird der Eingang (links hinten im Bild) in die Mitte des Gebäudetrakts, in Höhe des Baums (imVordergrund) verlegt. Er soll eine breiteTreppe erhalten. Fotos  Dilling

Vellmar. Nach zwei vergeblichen Anläufen scheint es jetzt doch noch mit dem geplanten Neubau zu klappen: Schon im Frühjahr könnte das alte Gebäude der Musikschule Chroma an der Adalbert-Stifter-Straße in Vellmar abgerissen und mit der Errichtung eines Ersatzbaus an gleicher Stelle begonnen werden.

Schon im Herbst 2014 könnten dann die Musiker in einem neuen Domizil Einzug halten: Rudolf Cerny, Vorsitzender des Trägervereins, wartet nur noch auf einen Förderbescheid aus Brüssel. Bis zu 150 000 Euro aus dem EU-Topf sollen für das 930 000 Euro teure Projekt fließen. Die Stadt Vellmar hat den Weg diese Woche frei gemacht: Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten, der Musikschule auf dem städtischen Grundstück demnächst ein auf 99 Jahre befristetes Erbbaurecht einzuräumen. „Das zeigt, dass alle Parteien in Vellmar hinter uns stehen“, sagte Cerny.

Der L-förmige Flachbau der Chroma-Musikschule ist marode. „Das Haus ist kaputt. Im Winter ist es zu kalt, im Sommer zu heiß. Es zieht durch die Fenster“, sagt Geschäftsführer Gerhard Förster. Der Lärm der Straße dringt zu dem Musizierenden trotz geschlossener Fenster. Ein Trakt ist überhaupt nicht mehr benutzbar.

Obwohl der eingeschossige Neubau sich am Grundriss des alten Hauses orientert, werden die Musiker deutlich mehr Platz und Komfort genießen. Die Nutzfläche steigt von 260 auf 480 Quadratmeter. Ensembles und Ballettgruppe, die bisher noch außerhalb üben, kehren in die Musikschule zurück. Geplant sei ein lichtdurchflutetes Gebäude in Leichtbauweise mit modernem energetischen Standard, sagte Förster. Im Innern wird es keine rechte Winkel in den Wänden geben, um die Akustik zu verbessern. Eine großzügige Eingangstreppe soll das Gebäude zur Innenstadt hin öffnen. Der Keller und die Wohnung im Souterrain bleiben erhalten.

So wird der Neubau aussehen: Rechts ist der gegenüber dem übrigen Gebäude höhere Saal zu sehen. Hinter den Vorsprüngen in der Fassade (braun) verbergen sich Lagerräume. Computergrafik: nh  

Trotz Zuschüssen vom Kreis und Stadt sowie Eigenmitteln, muss die Musikschule rund eine halbe Million Euro an Krediten aufnehmen. Es gab bereits zwei Anläufe für einen Neubau. Der Bau eines Kulturzentrums, in der die Chroma hätte Platz finden können, scheiterte laut Förster an der Finanzlage der Stadt. Eine Investition im Rahmen des Hessentags kam nicht zustande, weil die Stadt ihn wegen zu hoher Kosten zurückgab. (pdi)

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