Dr. Karl Kollmann hat sein Buch über die Märchenfigur erweitert: Starker Bezug zum Meißnerland

Dem Mythos Frau Holle auf der Spur

Neues zu Frau Holle: Historiker Karl Kollmann (rechts) ging für die zweite Auflage seines Buches „Frau Holle und das Meißnerland - Einem Mythos auf der Spur“ zusammen mit Stefan Forbert (Werratalverein) auf Spurensuche. Foto: zge

Hessisch Lichtenau /Kreis Kassel. Frau Holle ist auf dem Hohen Meißner zu Hause, dies kann niemand mehr abstreiten. Der Historiker Dr. Karl Kollmann beschäftigt sich seit Jahren mit Frau Holle und dem Meißner. Jetzt erschien die zweite, erweiterte Auflage seines Buches „Frau Holle und das Meißnerland - Einem Mythos auf der Spur“.

Neuauflage mit 204 Seiten

Vor sieben Jahren gab es das erste 164 Seiten umfassende Buch, die Neuauflage hat 204 Seiten. Damals untersuchte der Historiker 14 Orte, jetzt befasste er sich mit elf weiteren. Kollmann prüfte 25 Orte auf ihre Authentizität und der kritische Historiker kommt dabei zu dem Ergebnis: „Frau Holle ist an vielen Orten zu Hause, auch heute noch.“

Im Holleum, dem Frau-Holle-Museum im Alten Rathaus in Hessisch Lichtenau, wurde das neue Buch am Mittwochabend vorgestellt. Eine kleine Expertenrunde stellte den Historiker und sein Buch auf den Prüfstand.

Orte der Holle-Verehrung

Kollmann überzeugte mit seinem Fachwissen über die Kitzkammer, die Kalbe, die Teufelslöcher und die Seesteine. Er listete auch die Orte der Holle-Verehrung auf wie die Hohlstein genannte Höhle zwischen Hilgershausen und Kammerbach, in der Opfer dargebracht wurden.

„Wir wissen, dass Frau Holle in der Region verortet ist“, berichtete Kollmann, gab aber auch zu, „dass nicht jeder Ort einfach zu finden ist.“ Er selbst habe Probleme, bei jeder Exkursion den Altarstein nahe des Frau-Holle-Teichs zu finden. HNA-Redakteur Stefan Forbert, Herausgeber des Buches, rät, mit dem Buch in der Hand die Orte aufzusuchen: „So kann man sie realistisch sehen und selbst auf eine wissenschaftlich fundierte Spurensuche gehen.“(zge)

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