Nach 14 Jahren ist Schluss

„Kulturfitüre“ in Lohfelden beendet erfolgreiche Arbeit – Gemeinde sucht Nachfolger

Waren ein gutes Team für das kulturelle Angebot in Lohfelden: (von links) Burkhardt Juhlke und Gaby Pech-Juhlke sowie Angelika und Bernd Besser von der Kulturfitüre zogen jetzt Bilanz. Foto:  Wohlgehagen

Lohfelden. Das war‘s: Die Macher der Lohfeldener „Kulturfitüre“ hören nach 14 Jahren unwiderruflich auf. „Die Zeit war reif, unsere Arbeit ist zu Ende“, sagte Gaby Pech-Juhlke. Gemeinsam mit ihren Mitstreitern bewertete sie die geleistete Arbeit positiv.

Nachfolger für die erfolgreich tätigen, ehrenamtlichen Kulturschaffenden hat die Gemeinde Lohfelden bisher noch nicht gefunden. „Wir suchen kulturinteressierte Bürger, die die Arbeit des Kulturfitüre-Teams fortführen“, sagte Rathaussprecherin Heike Klein. „Aber auch im nächsten Jahr wird es Ausstellungen geben.“

Bürgermeister Michael Reuter hatte dem Team bei der letzten Vernissage für sein langjähriges, kulturelles Engagement gedankt. Reuter kündigte eine besondere Würdigung für den Neujahrsempfang im Januar an.

„Wir suchen kulturinteressierte Bürger, die die Arbeit des Kulturfitüre-Teams fortführen.“

Diese Karikatur wurde von einem unbekannten Zeichner auf der Karlsbrücke in Prag gemalt: (von links) Bernd und Angelika Besser, Gaby Pech-Juhlke und Burkhardt Juhlke.

Das Kulturfitüre-Team zog indes schon jetzt eine positive Bilanz: „Es war einfach schön, so viele Künstler mit unterschiedlichem Ansatz kennenzulernen“, sagten Bernd und Angelika Besser. Man merke erst jetzt an den Rückmeldungen, wie viele Lohfeldener sich die Ausstellungen im Rathaus eigentlich angesehen haben, so Gaby Pech-Juhlke. Als Höhepunkte ihres Engagements bezeichneten die Kulturmacher das Silvester-Konzert 2005 mit der Tribute-Band „MayQueen“, eine Lesung mit dem bekannten deutschen Rezitator Lutz-Görner und zwei Ausstellungen des sudanesischen Künstlers Zaki Al-Marboren.

Es habe aber auch „Flops“ gegeben. „Wir mussten eine Ausstellung mit spanischen Künstlern kurzfristig absagen, weil aus der Partnergemeinde Alcala la Real plötzlich keine Rückmeldung mehr kam“, sagte die Sprecherin der Kulturfitüre, Gaby Pech-Juhlke.

Burkhard Juhlke kritisierte die Vorgehensweise der Gemeindeverwaltung, die im vergangenen Jahr Anstoß an freizügigen Bildern des Fotografen Udo Baukus genommen hatte und sie ohne Abstimmung abhängen ließ. „Es hat mich schon geärgert, dass die künstlerische Freiheit in diesem Fall nicht beachtet wurde“, sagte der Kulturschaffende.

Einen besonderen Dank richtete das Kulturfitüre-Team an Heike Klein für ihre „wertvolle Mitarbeit“.

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