Bürgerversammlung in Heiligenrode: Sorge um Schleichverkehr, Raser und Lärm

Ruf nach Radarkontrollen

Dirk Lasse

Niestetal. Fragen, Anregungen und großen Diskussionsbedarf hatten die Heiligenröder auf der jüngsten Bürgerversammlung zum Thema Geschwindigkeitskontrolle und Verkehrsentwicklungsplan.

Schrittweise ging Ingenieur Dr. Lothar Bondzio (Geschäftsführer des Ingenieurbüros Brilon, Bondzio, Weiser aus Bochum) die Pläne in seinem Vortrag durch. Nicht nachvollziehbar fand ein Anlieger den Bau mehrerer Mini-Kreisel in Heiligenrode. Er fragte nach Alternativen. „Gerade am Knotenpunkt Cornelius-Gellert-/Karl-Marx-Straße ist die sicherste Verkehrsanlage ein Kreisel“, sagte Bondzio. „Ein Zebrastreifen allein hat bei den Autofahrern keine geschwindigkeitsreduzierende Wirkung.“

Sorge macht Hans-Georg Kiera, dass sich ein Schleichverkehr über die Dörfer bilden könnte. „Das wird doch mit Sicherheit passieren, wenn die A44 dicht ist“, sagte er. Doch Bondzio sieht dort keine Probleme: „Die A44 ist nicht so stark überlastet, es ist also mit keinem großen Verkehrsaufkommen zu rechnen.“

Immer größer ist der Wunsch nach Radarkontrollen in Heiligenrode. Bürgermeister Andreas Siebert räumte in der Diskussion darüber ein, dass die so genannten Geschwindigkeitsbeeinflussungsgeräte mit ihren aufflackernden Warnungen „Bitte langsam fahren“ ihren Effekt langsam verwirken. „Aber auch das wird sich beispielsweise im Bereich Cornelius-Gellert-Straße mit einem Kreisel ändern“, versichert Lothar Bondzio. „Ein Kreisel nimmt einfach die Geschwindigkeit aus dem Verkehr. Das funktioniert besser, als Schwellen und Erhöhungen.“

Besonders wichtig ist Dirk Lasse ein sicherer Überweg im Bereich der Heiligenröder Straße. „Mir wurde allerdings gesagt, dass nicht genügend Verkehr vorhanden ist, um eine Ampel zu installieren“, sagt er. „Gibt es da eine andere Möglichkeit?“ Erfreulich fällt die Antwort von Ingenieur Bondzio aus. „Ein Zebrastreifen ist an dieser Stelle zu unübersichtlich. Eine Ampel ist aber durchaus realisierbar, da sie von den Kraftfahrern gut erkennbar ist.“ (pgr)

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