120.000-Euro-Wagen

Sonarboot findet Porsche in Fulda

Fuldatal. Das Wrack des Porsche Cabrio, das am Donnerstagnachmittag von der B 3 hinter Wahnhausen nach einem Unfall in die 15 Grad kalte Fulda gestürzt war, wurde am Freitagnachmittag von einem Sonarboot der Wasserschutzpolizei Hessen geortet.

Der Sportwagen liegt nach ersten Erkenntnissen rund 200 Meter von der Unfallstelle entfernt auf dem Grund des Flusses. Diese Strecke war der Wagen während der Nacht mit der starken Strömung - durch den Regen hatte sich der Pegel des Flusses von 2,85 auf 3,30 Meter erhöht - abgetrieben.

Aktualisiert um 17.20 Uhr

Der Fundort liegt nach Auskunft von Alexander Lorch, Polizeihauptkommissar beim Wasserschutzpolizeiposten Kassel, etwa zehn Meter vom Fulda-Ufer entfernt. „Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ist es das Auto“, sagte Lorch. Eine Bergung wird es voraussichtlich wegen der starken Strömung erst Montag geben.

Seit 11 Uhr hatte am Freitag das Sonarboot mit einem Sondierungsradius von 30 Metern die etwa 60 Meter breite Fulda abgesucht. Gegen 12 Uhr wurden die Beamten fündig. Auf dem Monitor zeichneten sich schemenhaft die Umrisse eines einem Auto ähnlichen Objekts ab. Der Fundort wurde mit einer orangefarbenen Boje markiert, Gefahr bestehe laut Lorch nicht.

Die Unfallstelle an der B 3, wo der Porsche auf regennasser Fahrbahn von der Straße abgekommen und über die Leitplanke in die Fulda geflogen war, war am Fretag noch mit Trümmerteilen übersät. Elektrische Module hingen in den Bäumen, herausgerissene Scheinwerfer, Reste eines Außenspiegels und des Frontspoilers, dazu Scheibenwischer und Tankdeckel waren noch im Gelände verstreut.

Auch zum Unfallhergang gab es  neue Details: So soll der 29-jährige Fahrer des Sportwagens, der übrigens nur eine Schürfwunde an der Stirn erlitten haben soll, auf dem Weg zu einem Geschäftstermin in Hann. Münden gewesen sein. Hinter Wahnhausen kam demnach der mehr als 430 PS starke Sportwagen zuerst auf Aquaplaning ins Rutschen, stellte sich quer, prallte gegen die Leitplanke und hob ab. Mit der Seite streifte er noch einen Baum, bevor er in die Fulda stürzte.

Die Insassen, der 29-jährige Fahrer aus Baunatal - der ein Triathlet sein soll - und sein 23-jähriger Beifahrer aus Kassel, konnten sich durch das Stoffverdeck des Cabrios retten, das durch den Aufprall aufgerissen war. Den PS-starken Porsche soll der 29-Jährige erst vor einem halben Jahr für 120 000 Euro gekauft haben. Es hieß, er habe sich damit einen Traum erfüllen wollen. Der endete am Donnerstagnachmittag abrupt in der Fulda. Schwacher Trost: Der Porsche soll vollkaskoversichert sein. (swe)

Porsche versank in der Fulda

Rubriklistenbild: © Schachtschneider

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