Wehrleute aus fünf Fuldataler Ortsteilen übten Bekämpfung von Waldbränden

Nachschub kam mit dem Quad

Hilfe für die Einsatzkräfte: Jagdpächter Mathias Langner auf seinem allradbetriebenen Quad sorgte mit Feuerwehrmann Martin Lange für Materialnachschub während der Übung. Foto: Elnain/nh

Fuldatal. Diese Übung stand unter besonderen Vorzeichen. Wie ist das Vorgehen bei Wald- und Flächenbränden? Diese Frage stellte Uwe Rühl, Zugführer der Wehr in Simmershausen, 18 Feuerwehrmänner aus Ihringshausen, Simmershausen, Wahnhausen, Knickhagen und Wilhelmshausen.

Die Orientierung ist bei einem Brand außerhalb bewohnter Flächen nicht einfach. Es gibt nun mal keine Straßenschilder. Im Ernstfall seien unbedingt die Vegetation und das Gelände bei der Einsatzplanung zu beachten, meinte Rühl. „Brände in reifen Getreidefeldern, trockenen Nadelholzschonungen oder an Berghängen breiten sich rasant aus und bedürfen sicherheitstechnisch einer anderen Löschstrategie als bei saftigen Pflanzen.“

Auch müsse die Wassermenge aus den Fahrzeugtanks effektiv eingesetzt werden. Zumal, wenn weit und breit keine Entnahmestellen für Löschwasser wie Teiche oder gestaute Bäche zur Verfügung stehen.

Erster Übungseinsatz: „brennendes Getreidefeld.“ Auf einer begrenzten Fläche wurde Stroh ausgebreitet, angezündet und sofort wieder gelöscht. Dann stand Waldbrandbekämpfung auf dem Programm. Vier Löschfahrzeuge fuhren mit der Mannschaft auf dem befestigten Weg in den Buchenhochwald.

Zur Unterstützung folgt Mathias Langner, der ortsansässige Jagdpächter, auf einem allradbetriebenen, geländegängigen Quad.

Uwe Rühl hatte den zu löschenden Bodenbrand in einem Waldstück von circa 90 Meter Breite mit Holzschildern und zwei durch orange Markisenstoff dargestellten Brandinseln präpariert. Hier ein Feuer zu Übungszwecken zu entfachen, wäre viel zu gefährlich gewesen.

Ausgerüstet mit Feuerpatschen, -rechen, -hacken und spitzen Schaufeln schwärmten die Feuerwehrmänner aus. Zwei Kameraden trugen Löschrucksäcke mit je 19 Liter Wasser.

Bei Brandinseln kommt es darauf an, dem Feuer brennbares Material und Sauerstoff zu entziehen. Laub und Äste wurden daher rundherum bis auf die blanke Erde weggeschaufelt, diese wurde aufgehackt und dann in Teamarbeit mit den Brandpatschen das Feuer erstickt.

Jagdpächter Langner und Feuerwehrmann Martin Lange sorgten auf dem Quad, mit einem ebenso geländegängigen Anhänger ausgestattet, für Materialnachschub wie Schläuche und Schaufeln.

In einem Ernstfall könnten auf diese Weise auch verletzte Personen schnellstmöglich zu den Rettungssanitätern gebracht werden. (mic)

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