Wieder Arbeiten am dritten Gleis in Obervellmar – Einbau von Weichen und Aufzug wird vorbereitet

Nachtschichten an der Strecke

Großbaustelle: Links unten sieht man den Beginn der hohen Lärmschutzwand und die provisorische Treppe. Unser Blick geht von der Harleshäuser Brücke in Richtung Ahnatal. Rechts einer der langen Güterzüge, gegen deren Krach die Lärmschutzwände in erster Linie gebaut werden. Der Bahnsteig links, auf den jetzt noch die Treppe führt, wird später abgerissen. In seinem Bett wird das neue Gleis verlaufen. Foto: Wewetzer

Vellmar. Fortschrtitte machen die Bauarbeiten am dritten Gleis am Bahnhof Obervellmar, mit dem die Taktzeiten der Regiotrams auf 30 Minuten reduziert werden sollen. In der Harleshäuser Kurve wird dann sogar ein 15-Minuten-Takt möglich sein.

Hauptmaßnahmen sind jetzt der Einbau von sechs neuen Weichen, der Bau der Treppe und des Gerüsts für den Aufzug als Zugang zum künftigen neuen Mittelbahnsteig, teilte NVV-Sprecherin Sabine Herms mit. Dazu kommen Gründungsarbeiten am Endstück der Lärmschutzwand entlang der Rote-Breite-Straße in Richtung Kassel, teilte der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) weiter mit. Auch die Oberleitung muss den neuen Gegebenheiten angepasst werden.

Die Bauarbeiten sollen im Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein. Geplant ist, den neuen Streckenabschnitt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2012 in Betrieb zu nehmen.

Bis auf das letzte Teilstück stehen die Lärmschutzwände schon, die sich im Bahnhof Obervellmar von der Brücke Harleshäuser Straße auf beiden Seiten der Strecke jeweils 500 Meter in Fahrtrichtung Kassel erstrecken. Was noch fehlt, sind die Betonverkleidungen der Schutzwände und die schallschützenden Aufsätze.

Rechnet man die Lärmschutzwand an der Silberkaute dazu, haben die Lärmschutzwände im Bereich Obervellmar eine Länge von rund 1,3 Kilometern. Der neue Streckenabschnitt - zweispurig ab der Haltestelle Ahnatal-Casselbreite und dreispurig auf einem Teilstück im Bahnhof Obervellmar - hat eine Gesamtlänge von zwei Kilometern.

Im Mai 2010 hatte das Eisenbahn-Bundesamt die Baugenehmigung für das 22,3 Millionen schwere Projekt erteilt, von dem der NVV Planungkosten von 4,5 Millionen Euro übernimmt.

Der Nachteil für die Anwohner der Strecke: Gearbeitet werden kann in Obervellmar nur nachts, wenn keine Züge fahren. Deswegen muss von Mitte Februar bis Ende März mit Lärmbelästigungen gerechnet werden. Vom 1. bis 8. April werden im 24-Stunden-Betrieb dann die umfangreichen Gleisbauarbeiten vorgenommen. Deswegen wird die Strecke zwischen Obervellmar und Kassel Hauptbahnhof gesperrt. Die Züge werden über den Intercity-Bahnhof Wilhelmshöhe umgeleitet. Am 6./7. April wird auch die Strecke zwischen Obervellmar und Weimar gesperrt und ein Ersatzverkehr eingerichtet.

Die Nachtschichten

An folgenden Tagen - jeweils zwischen Mitternacht und 5 Uhr - finden die Nachtschichten statt: 18. bis 20. Februar; 25. bis 27. Februar; 3. bis 5. März; 17. bis zum 29. März.

Von Stefan Wewetzer

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