KSV Elmshagen feiert am Wochenende seinen 40. Geburtstag

Nachwuchs fehlt, aber dennoch sehr aktiv

Männer der ersten Stunde: Auf diesem Bild, das bei der 650-Jahr-Feier von Elmshagen 1984 im Waldstadion entstand, posieren Karl-Heinz Ohlwein (hinten, von links), Erich Bachmann, Kurt Ludwig (gestorben), Kurt Herbst, Knut Sälzer, Willi Landgrebe, Trainer Heinz Grezullat (gestorben), Betreuer Gerhard Zimmermann (gestorben), Wolfgang Schaub (kniend), Frank Bachmann (gestorben), Horst Hägerich (gestorben), Dieter Schaub (gestorben) und Klaus Bode für den Fotografen. Repro: Dilling

Schauenburg. Die Leidenschaft für den Fußball war in Elmshagen schon immer groß. Doch lange mussten die Freunde des runden Leders sich mit einer Wiese und provisorischen Toren oberhalb des Dorfes begnügen. Erst 1974 gab es Aufbruchsstimmung. 25 Kicker gründeten den KSV Elmshagen, kurz darauf waren es schon 38.

Doch bis zum eigenen Sportplatz dauerte es noch sechs Jahre. So lange spielte man in Martinhagen. 1980 wurde endlich das „Waldstadion“ eingeweiht, nach einem wahren Kraftakt an Eigenleistung. Ein Neubaugebiet sorgte für Zulauf an Kickern, die in der damaligen B-Klasse des Kreises Wolfhagen mit erster und zweiter Mannschaft mitmischten. Die Mitgliederzahl stieg auf über 150.

Diese Glanzzeiten des KSV sind vorbei. Der Verein hat gerade noch 105 Mitglieder, und Fußball spielt man längst in der Spielgemeinschaft Schauenburg, weil es an ausreichend eigenen Spielern fehlt. Gefeiert wird die Vereinsgeschichte trotzdem, am Freitag, 27. Juni, mit einem Kleinfeldturnier und am Samstag, 28. Juni, mit einem Kinderturnier, Spielen und einem Festkommers im Vereinsheim.

Es ist gar nicht so einfach, in einem Dorf mit kaum mehr als 400 Seelen einen Sportverein am Leben zu erhalten. Ehrgeizig hat der KSV mit der Hände Arbeit seiner Mitglieder eine Flutlichtanlage für den Sportplatz sowie 1984 für 120 000 D-Mark (gut 60 000 Euro) ein Vereinsheim auf dem gemeindeeigenen Grundstück gebaut. Damals rechnete man noch nicht mit dem demografischen Wandel. „Die Leute werden älter, es fehlt Nachwuchs“, sagt Wolfgang Schaub, Vorstandsmitglied und einer der Gründer.

Er hat das Vereinsheim zum Sportfest auf Hochglanz gebracht und kümmert sich auch sonst, wie Erich Bachmann, Beisitzer im Vorstand, um viele Dinge. In Elmshagen sei seit Jahren kein Neubaugebiet ausgewiesen worden, der Zuzug junger Leute fehle, sagen beide. Die Jugend des KSV spielt in der Spielgemeinschaft Schauenburg, weil es für ein eigenes Team nicht mehr reicht.

Wichtige Stütze des Vereins sind inzwischen die Frauen, die Gymnastik anbieten und spektakuläre Schwarzlichtaufführungen machen: Übungen in leuchtender Kleidung in völliger Dunkelheit. „Das zieht“, sagt Schaub. Auch für das Osterfeuer und die Verpflegung der Wanderer an Himmelfahrt zeichnet der KSV verantwortlich.

HINTERGRUND

Von Peter Dilling

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