Verträge mit zwei Waldgenossenschaften abgeschlossen – Gutachten stehen noch aus

Langenberge: Nächster Schritt zum Windpark

Baunatal. Der nächste Schritt in Richtung Windpark ist getan. Die Gemeinde Edermünde und die Stadt Gudensberg haben mit Vertretern der Waldgenossenschaften Gudensberg und Besse Nutzungsverträge über Waldflächen in den Langenbergen unterzeichnet.

Mit den Waldinteressenten Großenritte steht ein solcher Vertrag noch aus, solle aber in Kürze abgeschlossen werden, sagt Vorsitzender Karl Stock. Ab Ende 2014 soll Strom produziert werden.

Der interkommunale Windpark soll mit Beteiligungsmöglichkeiten für Einwohner entstehen. „Mit der Unterzeichnung der Verträge haben wir einen weiteren wichtigen Punkt umgesetzt, doch bis sich in den Langenbergen Windräder drehen können, ist es noch ein langer Weg“, sagte Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner im Hinblick darauf, dass die erforderlichen Genehmigungen noch eingeholt werden müssen. „Jetzt werden wir die Ergebnisse des Vogel- und Fledermausgutachtens abwarten und ein Windgutachten in Auftrag geben“, kündigte Börner an.

Der interkommunale Windpark in den Langenbergen soll ein Gemeinschaftsprojekt werden: Während die Waldgenossenschaften Gudensberg, Edermünde-Besse und Großenritte die Flächen bereitstellen, wird eine Allianz aus den Anliegerkommunen Niedenstein, Edermünde, Gudensberg und Baunatal eine Betreibergesellschaft für den Windpark gründen.

Weitere Gesellschafter dieser Betreibergesellschaft werden die VR-Bank Chattengau, eine noch zu gründende Bürger-Energiegenossenschaft und die Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien (VEW), Korbach, eine Schwestergesellschaft der Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF).

„Als Partner der Kommunen werden wir mit einem Drittel an der Betreibergesellschaft beteiligt sein. Diese wird mehrheitlich von den Kommunen und der Bürger-Energiegenossenschaft getragen“, erklärt VEW-Geschäftsführer Stefan Schaller. Stefan Kieweg, Sachgebietsleiter Windenergie bei der VEW, erläuterte, dass voraussichtlich bis zu fünf Windkraftanlagen möglich seien. Der Windpark soll in einem Waldstück zwischen Ermetheis und Großenritte errichtet werden.

Zur Wohnbebauung werde in jedem Fall ein Abstand von mindestens 1000 Metern eingehalten, erklärt Kieweg. Die genauen Standorte sind jedoch noch nicht festgelegt.

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