Waschbären gingen auf Raubzug und bedienten sich wahrscheinlich am Fisch

Nächtliches Mahl im Teich

In diesem Gartenteich in Wickenrode schwammen vier Waschbären: Ob die Tiere Essenreste aus der Mülltonne „waschen“ oder sich an den Fischen im Teich bedienen wollten, weiß Gerta Noll nicht. Fotos: Ziemann/nh

Helsa. Waschbären - Alarm in Wickenrode: Gegen zwei Uhr morgens hört Gerta Noll ein Plätschern im Teich in ihrem Vorgarten. Sie schaut aus dem Schlafzimmerfenster und sieht vier dunkle Schatten auf der Wasseroberfläche. Als sie mit einer Taschenlampe hinaus geht, um nach dem Rechten zu sehen, blickt sie in vier leuchtende Augenpaare: Waschbären.

„Einer ist nach links abgehauen, einer nach rechts und zwei haben sich hinter einem Stein am Teichrand versteckt“, berichtet Gerta Noll. „Wahrscheinlich wollten die Waschbären meine Fische klauen.“ Ein weiterer Grund für die nächtliche Störung könnten die Mülltonnen sein, die in der fraglichen Nacht an der Straße standen. Vielleicht seien sie durch den Geruch von Essensresten angelockt worden.

„Es kann sein, dass die Tiere ihre Nahrung aus den Tonnen geklaut haben und in meinem Teich waschen wollten“, sagt Gerta Noll lachend. „Die Sachen aus dem Müll waren ihnen bestimmt zu schmutzig.“

Ob die Waschbären tatsächlich Fische aus ihrem Teich geklaut haben, wisse sie nicht genau. An manchen Morgenden finde sie halb gefressene Fische in ihrem Vorgarten, das könnten aber auch Katzen verschuldet haben, denn die essen auch gerne Fisch.

Seit 1959 lebt Gerta Noll in ihrem Haus im Helsaer Ortsteil Wickenrode, aber: „Waschbären beobachte ich hier erst seit etwa einem Jahr.“ In Oberkaufungen besitzt sie ein Wochenend-Haus mit einem großen Garten, dort habe sie die Tiere schon vor zwei Jahren sehr oft gesehen. HINTERGRUND

Von Theresa Ziemann

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