Renaturierung und Hochwasserschutz in Sandershausen: 1,8 Millionen Euro werden investiert

Naherholung in neuer Nieste-Aue

Ein neues Bachbett: Projektleiter Michael Jakobshagen (links) und Dennis Bachmann von der Gemeinde Niestetal stellten die Pläne für die naturnahe Umgestaltung der Nieste und den Hochwasserschutz vor. Foto: Wohlgehagen

Niestetal. Jetzt steht es fest: Im Sommer werden zwischen dem Naturerlebnisbad und der Autobahnbrücke in Sandershausen die Bagger anrollen, um die Nieste in ein anderes Flussbett zu verlegen und den Hochwasserschutz für den Ort zu verbessern.

Außerdem sollen an der Heiligenröder Straße, abgegrenzt von dem entstehenden Naherholungsgebiet, 280 Parkplätze für den Bedarf des Rathauses, der Mehrzweckhalle und der weiteren gemeindlichen Einrichtungen gebaut werden. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro.

„Die Vermutung liegt nahe, dass der ursprüngliche Verlauf der Nieste hier in etwa so war“, sagte Michael Jakobshagen vom Niestetaler Bauamt bei der Vorstellung der Pläne für die naturnahe Umgestaltung der Nieste-Auen.

„Die Vermutung liegt nahe, dass der ursprüngliche Verlauf der Nieste hier in etwa so war.“

Michael Jakobshagen, Bauamt niestetal

Der Altarm des Flusses werde nach der Verpfropfung weiterhin Wasser führen. Der Hochwasserschutz sei, so der Projektleiter weiter, auf drei- bis fünfjährige Ereignisse ausgelegt. Die vom Kasseler Ingenieurbüro Wagu entwickelte Planung berücksichtigt die Anlegung eines Schutzwalles an der Heiligenröder Straße und einer bis zu 2,5 Meter tiefen Flutmulde, die im Hochwasserfall Wasser aufnehmen kann.

Die Natur soll sich unmittelbar im Uferbereich frei entfalten. Deshalb wird für Spaziergänger und Radfahrer weiter oberhalb ein neuer Schotterrasenweg angelegt. Durch ein Blickfenster können Besucher vom Rathausvorplatz aus Kontakt mit dem neuen Naherholungsgebiet in den Nieste-Auen aufnehmen.

Die Wege sollen an die neuen Parkplätze am Rathaus und die Stellplätze am Naturerlebnisbad angebunden werden, sagte Rathaus-Sprecher Dennis Bachmann.

Für Sandershäuser Berg

Die Finanzierung der naturnahen Umgestaltung der Nieste ist mit der Erschließung des Gewerbegebiets am Sandershäuser Berg verknüpft. Als Ausgleich für den dortigen Eingriff in die Natur steht Geld dafür zur Verfügung.

Die Kosten für den Hochwasserschutz und den Bau der Parkplätze sind im Haushaltsentwurf 2012 veranschlagt. Projektleiter Michael Jakobshagen rechnet mit einer Bauzeit von 18 Monaten. (ppw)

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