Edeka-Markt in Nieste hat neuen Besitzer – 17 Arbeitsplätze erhalten – Neues Zentrum

Nahversorgung ist gesichert

Frische Kost und längere Öffnungszeiten: Carola und Alexander Hartung haben den Edeka-Markt in Nieste gekauft und zum 1. August den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt. Die Öffnungszeiten wurden verlängert, ein Bringdienst vor allem für ältere Kunden soll eingerichtet werden. Fotos: Stier

Nieste. Der Lebensmittelmarkt bleibt dem Dorf erhalten, 17 Arbeitsplätze sind gerettet, die Planung einer weiteren Stärkung des Dorfzentrums kann weitergehen: Niestes Bürgermeister Edgar Paul hat allen Grund, zufrieden zu sein.

Zum 1. August haben Carola (33) und Alexander (38) Hartung den Edeka-Aktiv-Markt in Nieste übernommen, ebenso alle bisherigen Mitarbeiter.

„Die Familie Hartung wird von uns jede Unterstützung erhalten, die sie benötigt.“

bürgermeister edgar paul

Das im Einzelhandel erfahrene Paar lebt seit fünf Jahren in Nieste, wird auch Fleischerei und Bäckerei wie bisher weiterführen, hat aber die Öffnungszeiten auf werktags 7 bis 20 Uhr und samstags bis 18 Uhr ausgedehnt. Ein Bringdienst für ältere Kunden soll eingerichtet werden.

Getränke in die Ortsmitte

Wichtigstes Ziel: „Wir wollen den Getränkemarkt in die Ortsmitte holen“, sagte Carola Hartung. Das aber wird noch mindestens bis zum nächsten Frühjahr dauern, denn solange der Gebäudekomplex des nahe gelegenen ehemaligen Gasthauses nicht abgerissen ist, gibt es keinen Platz für die geplante Erweiterung. Dabei sind die heute nur 400 Quadratmeter Verkaufsfläche eindeutig zu klein für den Markt. Mit Kunden aus Nieste, Escherode, Nienhagen, Dahlheim, Uschlag und Kleinalmerode verfügt der Markt über ein Einzugsgebiet mit gut 5000 Menschen, ein größeres Sortiment auf mindestens 800 Quadratmetern wäre nötig.

Laut Bürgermeister Paul soll der Auftrag zum Abriss der Fachwerk-Gebäude in dieser Woche vergeben werden. Bis die Arbeiten starten, haben Niester Bürger Gelegenheit, sich Teile der Bausubstanz zu sichern. Wenn die knapp 3000 Quadratmeter große Fläche im Frühjahr 2013 frei geräumt ist, soll die Neugestaltung des Ortszentrums weitergehen. Beispielsweise sollen neue Parkflächen entstehen, denn die sind an der Hauptstraße Mangelware.

Paul ist zuversichtlich, dass Nieste bis dahin gemeinsam mit Helsa ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wurde und damit Geld vom Land für die Ortsmitte erhält. Die Machbarkeitsstudie, die derzeit vom Kasseler Architekturbüro Sprengwerk erarbeitet wird, soll im Herbst vorliegen und dann in den Gremien und im Anschluss auch auf einer Bürgerversammlung im November zur Diskussion gestellt werden.

Wichtig für Lebensqualität

Der Erhalt der Einkaufsmöglichkeiten direkt im Dorf ist für Paul mitentscheidend für die Lebens- und Wohnqualität Niestes. Deshalb sei es auch denkbar, dass die Gemeinde selbst Erweiterungsflächen für den Markt baut und diese dann vermietet. Der Bürgermeister: „Die Familie Hartung wird von uns jede Unterstützung erhalten, die sie benötigt.“

Von Thomas Stier

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