Niester Parlament gegen Erdgasförderung mithilfe von Chemie

Nein zu Fracking

Sieht Gefahr von Erdbeben: Parlamentsvorsitzender Uwe Blumenstein (SPD). Archivfoto: nh

Nieste. Mit einer einstimmig beschlossenen Resolution hat die Niester Gemeindevertretung die Förderung von Gas im sogenannten Fracking-Verfahren abgelehnt.

Die Parlamentarier aus Nieste befürchten vor allem eine Schädigung des Grund- und Trinkwassers durch die beim Fracking eingesetzten Chemikalien.

Appell an Landesregierung

Deshalb dürfe es keine Genehmigungen für Erkundungen und Förderungen in Nordhessen geben. Die Gemeinde Nieste fordert die hessische Landesregierung auf, nach dem Vorbild Nordrhein-Westfalens einen Zulassungsstopp für Fracking-Erkundungen auf den Weg zu bringen. „Gerade in der nordhessischen Region gibt es große, schützenswerte Trinkwasservorkommen“, sagte Gemeindevertreter Thorsten Ladner für die ausschließlich im Niester Parlament vertretenen Sozialdemokraten.

Parlamentschef Uwe Blumenstein befürchtet gar, dass Fracking-Eingriffe die Erdbebengefahr erhöhen könnten. „Nicht einmal die Städtischen Werke Kassel wissen, wie die unterirdischen Gesteinsschichten tatsächlich zusammengesetzt sind“, sagte der Vorsitzende der Gemeindevertretung. (ppw)

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