Übergang für Fußgänger über Espe in Simmershausen gesperrt – Gemeinde investiert 110 000 Euro

Neubau soll marode Brücke ersetzen

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Gesperrt: Die alte Holzbrücke über die Espe weist erhebliche Mängel auf, ein Teil der Seitenwand ist herausgebrochen. Jetzt soll eine neue Querung für Fußgänger gebaut werden.

Fuldatal. Seit Jahren rottet die Fußgängerbrücke im Bereich Bergstraße/Kasseler Straße in Simmershausen vor sich hin. Ihre Funktion hat sie längst verloren. Seit 2009 ist das Bauwerk über der Espe wegen erheblicher Mängel gesperrt. Fußgänger müssen die angrenzende historische Brücke nutzen, über die auch der Straßenverkehr rollt.

Nach dieser Wintersaison soll endlich ein Ersatzbau her und die alte Brücke abgerissen werden. Dies teilt die Gemeindeverwaltung mit. Die Kosten für die neue Brücke werden mit 110 000 Euro kalkuliert. Der Ersatzbau soll an anderer Stelle errichtet werden. Die Entscheidung sei im Rahmen der Planung und einer Ortsbesichtigung gefallen, heißt es aus dem Rathaus. Der neue Brückenstandort werde zehn Meter in westliche Richtung und somit bergauf verlegt.

Dies habe gleich mehrere Vorteile, sagt die Verwaltung: • Die Kastanienbäume an der alten Holzbrücke bleiben dadurch erhalten. • Bei den alten Brückenfundamenten muss nur die Bauwerkskrone abgebrochen werden. Abbrucharbeiten im Untergrund finden nicht statt. Dies komme der Standsicherheit der historischen Brücke zugute, die sich direkt daneben befinde. • Am neu gewählten Standort der Fußgängerbrücke befinden sich keine Hindernisse im Baufeld. • Der Abriss der alten und der Bau der neuen Brücke können parallel erfolgen.

Die Fundamente des Neubaus können allerdings erst bei geeigneten Witterungsverhältnissen gefertigt werden. Frost und Schnee machen dies unmöglich. Ein erhöhter Wasserstand der Espe wie derzeit durch Schmelz- und Regenwasser kann laut Mitteilung aus dem Rathaus die Bauzeit ebenfalls verlängern. Das Bauamt hofft jedoch, die neue Fußgängerbrücke bereits im April freigeben zu können.

Insgesamt habe sich das Projekt Neubau „leider sehr verzögert“, räumt die Gemeindeverwaltung ein. Als Gründe werden „besondere statische Umstände“ angeben, die eine optimierte Planung erforderten. Auch die Bemühungen, für den Neubau Zuschüsse von dritter Stelle zu bekommen, seien langwierig, letztlich aber erfolglos gewesen. (mic)

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