Barrierefreie Wege in Mönchehof

Neue Bahnsteige sind jetzt fertig

Eröffnung: Die Band „Brass for Fun“ begleitete den roten Regionalexpress mit einem Ständchen, als er am sanierten Bahnsteig im Bahnhof Mönchehof einfuhr. Fotos: Ziemann

Espenau. Nachdem am Bahnhof Mönchehof der neue Außenbahnsteig schon im März in Betrieb genommen worden war, wurde Sonntag die gesamte neu gestaltete Bahnsteiganlage eröffnet.

Saniert ist jetzt auch der Hausbahnsteig direkt am Bahnhofsgebäude. Drei Millionen Euro mit einem Regiotram-Anteil für die Bahnsteige von einer Million Euro wurden investiert. Damit kann der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) zum Fahrplanwechsel Dezember 2013 den 30-Minuten-Takt fahren.

Pünktlich am Sonntag um 12 Uhr fuhr der rote Regionalexpress am neu sanierten, 115 Meter langen Hausbahnsteig ein und wurde dabei mit einem Ständchen der Band „Brass for Fun“ begleitet. Mit „Oh, when the Saints“ begrüßten die Musiker den Zug.

„Unsere Gemeinde befindet sich auf dem Überholgleis“, sagte Ralf Noll, Erster Beigeordneter von Espenau in seiner Eröffnungsrede. „Wir wirken dem Trend einer Flucht in die Städte mit allen uns möglichen Mitteln weiter entgegen.“ Dazu zähle vor allem eine gute Anbindung an Kassel mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Durch die umfassende Sanierung können die Bürger von Espenau nun barrierefrei über eine Rampe und einen Weg direkt von der Bushaltestelle oder vom Park-&-Ride-Parkplatz zum neuen Außenbahnsteig gelangen. Außerdem wurde die Bahnsteiganlage mit Wetterschutzhäuschen, Blindenleitstreifen, Vitrinen für Fahrgastinformationen, neuen Leuchten und einem elektrischen Wegeleitsystem, das unter anderem über Zugverspätungen informiert, ausgestattet. „Alles ist nach den neuesten baurechtlichen Vorschriften der Deutschen Bahn erneuert worden“, erläuterte Gerd Tucholka, Leiter Bahnhofsmanagement in Kassel.

Straßen entlasten

Wolfgang Dippel, Geschäftsführer des NVV, rief die Gäste der Eröffnungsfeier auf, den öffentlichen Personennahverkehr öfter zu nutzen. „Nehmen sie den Zug, statt das Auto“, sagte Dippel. „Wir müssen die Straßen entlasten und etwas für die Umwelt tun.“

Die Baukosten wurden über das Gesamtprojekt Regiotram finanziert, das durch den Bund, das Land Hessen und die Deutsche Bahn AG getragen wird.

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