37.000 Bücher, DVDs und Hör-CDs

Neue Bibliothek im Baunataler Rathaus: Lesespaß mit Aussicht

+
Der letzte Schliff: Toby Sadler putzt die Umrandung der Empfangsteke der neuen Bücherei.

Baunatal. Noch sind die Computer und der Münzkopierer nicht angeschlossen. Doch die meisten Regale stehen schon und füllen sich nach und nach mit Büchern, DVDs und Hör-CDs, insgesamt 37.000 Medien.

Der Umzug der Stadtbücherei aus ihrem Ausweichquartier im Familienraum der Stadthalle in die neuen, umgebauten Räume im Rathaus ist im vollen Gange.

Am Samstag, 12. April, wird das lesehungrige Baunataler Publikum nach der offiziellen Einweihung erstmals auf den zwei Etagen die Stadtbibliothek erkunden können. Wir haben schon jetzt einmal einen Blick hineingeworfen.

Bernhold Feyh vom Baunataler Bauhof rollt im Erdgeschoss auf einer Sackkarre Nachschub an Lesestoff herein, jede Menge Märchen und Sagenbücher. Hinter ihm bauen zwei Handwerker des Bücherei-Ausstatters Schulz Speyer Regale um Pfeiler herum. Wenige Meter weiter ist das Lese-Eldorado der Kinder schon gut bestückt. Gesellschaftsspiele stapeln sich in den Holzregalen, die farblichmit dem Parkett abgestimmt sind. Alles ist schön übersichtlich, ein Farbleitsystem hilft den Lesern, sich auf Anhieb zurechtzufinden.

Vorn, im Eingangsbereich der Bibliothek, putzt Toby Sadler das Glas der Verbuchungstheke für die Bücherrückgabe blank. Gegenüber stehen zwei Computer, in denen die Besucher den Bestand elektronisch durchforsten können. Das neue Prinzip lautet Selbstbedienung: Die Leser verbuchen ihre Bücher selbst. „So reduzieren wir die Warteschlange“, sagt Christina Giesler, Assistentin der Bibliotheken. Wer mit dem PC nicht klarkomme oder sonst Beratung benötige, dem helfe man gern. Das Personal sei von sechs auf acht Mitarbeiter aufgestockt worden. Im Sommer werde ein zweiter Azubi eingestellt.

So sieht die neue Bibliothek aus

Neue Stadtbücherei in Baunatal

Im ersten Stock öffnet die riesige Fensterfront einen weiten Blick auf dem Marktplatz Wie im Erdgeschoss fluten die Sonnenstrahlen herein. Die Deckenbeleuchtung hüllt die Regale in warmes Licht. Alles wirkt großzügig und übersichtlich. Hier stehen Jugend- und Sachbücher, ein Lesecafé wird zum gemütlichen Schmökern einladen. DVDs und Konsolenspiele wurden neu angeschafft. „Dennoch bleibt das Buch unser Hauptgeschäft. Das ist für die Lesekompetenz unerlässlich“, sagt Katja Freitag, die sich mit Jutta Kraut die Leitung der Bücherei teilt.

Aufs Internet werden die Kunden nicht verzichten müssen. Acht Arbeitsplätze sind mit vier Computern mit Zugang zum weltweiten Netz ausgerüstet. Vom Logenplatz in der ersten Etage sieht man, wie Passanten stehenbleiben und neugierige Blicke hinaufwerfen. „Anfangs haben die Leute ständig gefragt: Wann geht es weiter“, sagt Giesler über die Zeit im Provisorium in der Stadthalle. Katja Freitag berichtet sogar von einem besonders hartnäckigen Neugierigen, den sie aus der Baustelle komplimentieren musste.

Einweihung der Bibliothek ist am Samstag, 12. April, von 10 bis 11 Uhr im Rathaus, danach von 11 bis 16 Uhr Tag der offenen Tür mit Führungen.

Von Peter Dilling

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.