Neue Drehleiter für Feuerwehr Lohfelden

Ein echtes Schmuckstück: Das neue Drehleiter-Fahrzeug DLA (K) 18/12 der Freiwilligen Feuerwehr Lohfelden. Auf unserem Bild vor der Feuerwehrzentrale in der Crumbacher Straße sind zu sehen: Drehleiter-Maschinist und Fahrer Markus Orth (von links,, Florian Knothe, Drehleiter-Maschinist Kevin Jonson und Klaus Steffek . Foto: Wohlgehagen

Lohfelden. Nur 1200 Fahrkilometer und gerade einmal 460 Einsatzstunden hat die neue Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Buckel.

Jetzt hat das bisher an der Landesfeuerwehrschule Kassel ausschließlich für Schulungszwecke eingesetzte Hubrettungsfahrzeug einen Platz in der Feuerwehrzentrale der Gemeinde Lohfelden gefunden.

Mit dem für 283 000 Euro angeschafften Fahrzeug wird in Lohfelden eine Sicherheitslücke geschlossen: Sie betrifft Gebäude, die höher als acht Meter sind und nach der Bauordnung eigentlich über einen zweiten Rettungsweg verfügen müssen. Den konnten die Brandschützer der Gemeinde mit ihren Steckleitern bislang nicht zur Verfügung stellen.

Die Anschaffung einer Drehleiter sei nach dem Feuerwehrbedarfs- und Entwicklungsplan schon länger vorgesehen gewesen. Jetzt sei man nicht mehr auf die in ihrer Einsatzhöhe begrenzten Steckleitern oder Hilfe von außen angewiesen, sagte Klaus Steffek der HNA.

Der Erste Beigeordnete der Gemeinde erinnerte an das Großfeuer in der Hauptstraße, bei dem für die Menschenrettung keine sogenannte Hub- rettungsvorrichtung zur Verfügung stand. Bei einem weiteren Großeinsatz in der Neujahrsnacht in Vollmarshausen seien gleich mehrere Drehleitern benachbarter Wehren angefordert und zur Brandbekämpfung erfolgreich eingesetzt worden, so der Stellvertreter von Bürgermeister Michael Reuter (SPD).

Die Freiwillige Feuerwehr bilde bis September 12 bis 15 Einsatzkräfte an der neuen Drehleiter aus, sagte der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Florian Knothe, der jetzt mit aktiven Kameraden die Glückwünsche zur Optimierung des Fahrzeugsparks von Klaus Steffek entgegennahm. Dann könne das Fahrzeug offiziell in Betrieb gehen, sagte Knothe.

Der stellvertretende Gemeindebrandinspektor hatte die Notwendigkeit einer Drehleiter während der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr im März mit eindrucksvollen Bildern von Einsätzen untermauert.

Die gebrauchte Drehleiter (Baujahr 2009) steht laut Feuerwehr einem neuen Teil in nichts nach. Die Leiter selbst ist 24 Meter lang, hat eine Rettungshöhe von 27 Metern und eine Rettungstiefe von fünf Metern. Zum Einsatz kommt sie außer bei der Menschenrettung beispielsweise bei Löschangriffen von außen, der Belüftung von Brandobjekten oder der Ausleuchtung von Einsatzstellen. (ppw)

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