Doch über den Weg zu alternativer Stromerzeugung stritt das Stadtparlament

Neue Energien finden alle gut

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Windräder: Sie sind auch für die Baunataler Kommunalpolitiker eine Option.

Baunatal. Lange gestritten wurde im Baunataler Stadtparlament über einen Antrag der Grünen, bei der Stromerzeugung stärker auf erneuerbare Energien zu setzen. Zwei der drei Teile des Antrags erhielten am Ende Zustimmung, mit dem letzten blitzte die Ökopartei ab.

Einstimmig beschlossen die Stadtverordneten folgende Passagen:

• Die Stadt Baunatal soll den Ausbau regenerativer Energiequellen vorantreiben. Zusätzlich zur bereits umfänglichen Nutzung von Fotovoltaik (Stromerzeugung mittels Sonnenlicht) sollen Wind, Biomasse und Kraft-Wärme-Kopplung forciert werden.

• Die Stadt soll über den Zweckverband Raum Kassel (ZRK) bei der Regionalversammlung Nordhessen beantragen, dass in Baunatal Flächen für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Dabei sollen diejenigen Standorte wieder in den Plan, die vor längerer Zeit schon einmal als geeignet bewertet, aber dann gestrichen worden waren.

Diese Absichtserklärungen trug die SPD-Mehrheit mit, obwohl die Dinge nach ihrer Auffassung schon auf dem Weg sind. Zum Beispiel durch einen ähnlichen Antrag, der im ZRK abgesegnet wurde.

Dagegen scheiterten die Grünen mit dem Wunsch, die Stadt Baunatal solle einen Energieverbund mit Kassel, Schauenburg sowie weiteren Kommunen im Kreis Kassel und im Schwalm-Eder-Kreis anstreben. SPD und CDU erinnerten die Umweltpartei an eine Absprache, wonach zunächst die Frage eines kommunalen Versorgungswerks für die Stromnetze geklärt werden soll. Darüber haben aber noch nicht alle 24 Kommunen, die gemeinsam verhandelten, entschieden.

Sozial- und Christdemokraten legten den Grünen ans Herz, den dritten Antragsteil zurückzustellen – ohne Erfolg. Baunatal müsse selbst aktiv werden, so die Ansicht von Grünen-Fraktionschef Edmund Borschel, zumal auch der Kreistag eine breite Kooperation bei der Energie anstrebe. Einen solchen Alleingang der VW-Stadt aber lehnten SPD-Mehrheit (Ralf Löber, Carmen Kipping) und CDU (Mathias Finis) ab.

Von Ingrid Jünemann

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