Gemeinde will Baugebiete in Hohenkirchen und Mönchehof ausweisen – Insgesamt 20 000 Quadratmeter

Neue Flächen für Eigenheime

Blick auf das neue Baugebiet in Mönchehof: Auf dem Areal am Feldscheideweg sollen sechs neue Bauplätze entstehen. Foto: Sommerlade

Espenau. Drei Vorschläge, zwei Anträge und jede Menge hitzige Diskussionen - hoch her ging es in der jüngsten Gemeindevertretersitzung beim Tagesordnungspunkt zur Festlegung des nächsten Baugebiets in Espenau.

Doch nun ist es beschlossen: Neues Bauland wird es künftig auf dem 15 000 Quadratmeter großen Areal „Im Gerstenkopf“ am Ortsrand von Hohenkirchen im Bereich Rothwestener Straße / Im Triesch sowie auf dem etwa 5000 Quadratmeter umfassenden Gebiet in Mönchehof am Feldscheideweg geben. Beim entsprechenden gemeinsamen Antrag von SPD und CDU stimmten bei einer Enthaltung elf Gemeindevertreter dafür und sieben dagegen.

Mit 14 Gegenstimmen abgelehnt wurde hingegen der Antrag der FWG-Fraktion, anstelle der von SPD und CDU angedachten Flächen im Gerstenkopf ein Teilgebiet des Lindenfelds / Schäferbergs als nächstes Baugebiet vorzusehen. „Schade, dass unser Vorschlag nun nicht realisiert wird, denn das Lindenfeld wäre ein optimales Baugebiet“, meinte Christa Opfermann.

Die FWG-Pressesprecherin hatte zur Unterstützung ihrer Argumentation eine Gegenüberstellung der drei Vorschläge nach Kriterien wie Lage, Aussicht oder Entfernungen angefertigt. „Nach dieser Aufstellung hat das Lindenfeld die meisten Pluspunkte.“

Als „löblich und vorbildlich“ wertete Karsten Schmacke (SPD) das Engagement der Gemeindevertreterin Opfermann, den anderen Gemeindevertretern eine detaillierte Aufstellung als Entscheidungshilfe an die Hand zu geben. „Allerdings sind die gewählten Positionen eher willkürlich gewählt“, so Schmacke. Dabei hob er beispielsweise die Position „Fernwärme möglich“ heraus.

Ein Anschluss an ein Blockheizkraftwerk, das vor einigen Monaten in der Nähe der Abfahrt Espenau an der Bundesstraße 7 gebaut wurde, sei weder technisch mit dem Eigentümer und Betreiber geklärt noch seien mögliche Kosten in Erfahrung gebracht worden.

„Die Erfahrungen, die mit dem Zwangsanschluss an das Blockheizkraftwerk an der Thüringer Straße für das Baugebiet Goethestraße gemacht wurden, sprechen heute aus Sicht der SPD-Fraktion gegen einen Abnahmezwang in einem künftigen Baugebiet“, betonte Schmacke.

Insgesamt ziehe die SPD-Fraktion das Baugebiet Gerstenkopf dem Lindenfeld vor, da die Verhandlungen an dieser Stelle schnelles Handeln der Gemeinde ermöglichten. „Das K.-o.-Kriterium der Verkaufsbereitschaft der Eigentümer der Flächen am Lindenfeld ist bisher im Gegensatz dazu nicht sichergestellt.“

Dem widersprach Wilfried Reh. „Es ärgert mich, wenn ich als unglaubwürdig dargestellt werde. Wir haben vor der Antragstellung sehr wohl mit den Besitzern der beiden infrage kommenden Areale gesprochen“, betonte der FWG-Fraktionschef.

Komplett gegen das Ausweisen neuer Baugebiete sprachen sich die Mitglieder der Grünen Liste Espenau (GLE) aus. „Wir sind gegen eine weitere Zersiedelung der Flächen. Bei weiterer Abnahme der Bevölkerung besteht perspektivisch kein Bedarf“, so Fraktionsvorsitzender Robert Palandt. „Außerdem befürchten wir, dass die alten Ortskerne durch die Ausweitung veröden.“

Von Martina Sommerlade

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