Nach Regen

Neue Flutmulde bei Sandershausen besteht Feuerprobe

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Erstmals gefüllt: Während des Dauerregens strömte Wasser der Nieste in großen Mengen in die neue Flutmulde bei Sandershausen.

Niestetal. Nur wenige Wochen nach ihrer Fertigstellung hat sich die künstlich angelegte Flutmulde der Nieste bei Niestetal-Sandershausen bereits bewährt.

Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage ist Wasser der Nieste in großen Mengen in die Vertiefung unweit der Autobahnbrücke geflossen. Dort wird das Wasser zwischengespeichert und nun sukzessive in den Unterlauf des Flüsschens geleitet, berichtete Marina Gottschling, Sprecherin der Gemeinde Niestetal, am Donnerstag auf HNA-Anfrage. Dadurch wurden ein bedrohlich schnelles Anschwellen der Nieste in der Ortslage Sandershausen und die Gefahr einer Überschwemmung verhindert.

„Wir mussten keinen weiteren Hochwasserschutz aufstellen“, sagte Gottschling. Das Wasser sei an der richtigen Stelle in die Flutmulde gelaufen. „Unser Fazit: Test bestanden.“ Auch das untere Lossetal kam bei dem Dauerregen noch einmal glimpflich davon. Am Mittwochvormittag zeigte der Pegel Helsa der Losse einen Wasserstand von 1,47 Meter, berichtete Kaufungens Hauptamtsleiter Carsten Marth. „Ab 1,45 Meter stehen wir Gewehr bei Fuß.“ Nachdem der Regen aufgehört hatte, sank der Pegel am Donnerstagmorgen auf einen Meter, die Hochwasser-Warnstufe 1 wurde aufgehoben. „Sandsäcke und Füllmaterial liegen aber weiterhin bereit“, so Marth. Auch am Wahlebach in Lohfelden gab es keine Überflutungen. Die Regenrückhaltebecken in der Gemeinde hätten sich bewährt, sagte Bauamtsleiter Rolf Schweitzer. Von Überschwemmungen verschont blieben auch die Anwohner von Bauna und Ahna. Die Flutmulde und der Hochwasserschutz zwischen der bei Großalmerode entspringenden Nieste und dem Niestetaler Gemeindezentrum hat rund eine Million Euro gekostet und ist ein Ausgleich für überbaute Flächen am Sandershäuser Berg.

Von Peter Ketteritzsch

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