Fußballturnier der Baptisten: Hier geht’s nicht nur ums Sportliche – Der Pokal wandert nach Berlin

Neue Freunde wichtiger als Sieg

Drücken Daumen: Natascha (links) und Selina (beide 11).

baunatal. Anfeuerungsrufe, Pfiffe und „Baunatal, Baunatal“-Jubelgeschrei schallen durch die Max-Riegel-Halle. Währenddessen geht es auf dem Spielfeld heiß her. Das Baptisten-Team Baunatal muss gerade gegen die Mannschaft der Kasseler Willy-Brandt-Schule ran und versucht alles, um ein Tor zu schießen. Vergeblich – das Spiel endet ohne Tore.

Am Sonntag fand in der Max-Riegel-Halle zum 23. Mal das Fußballturnier der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Baunatal statt. Das Motto des Turniers lautet: „Gott ins Spiel bringen“. Für die elf Mannschaften war es jedoch keine Bedingung, einer Evangelischen Freikirche anzugehören. „Wir wollen vor allem viele neue Freunde gewinnen und mit Menschen ins Gespräch kommen“, sagt Matthias Engel vom Organisationsteam. „Wir wollen zeigen, dass Kirche auch anders als hinter verschlossenen Türen, stattfinden kann“, erklärt er.

Olpe, Berlin, Herford – Mannschaften aus ganz Deutschland gehen an den Start. Alle wollen den begehrten Wanderpokal der Deutschen Vermögensberatung, Direktion Thomas Kirchhof, Kassel, mit nach Hause nehmen.

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (EFG) Baunatal stellt als Gastgeber ein Team. Auch die Edelkicker und Freundeskreis stammen aus Baunatal. Letzteren drückt Selina (11) aus Großenritte besonders die Daumen. Schließlich spielt ihr Papa mit. „Leider haben sie das erste Spiel verloren“, sagt sie.

Auch ihre Freundin Natascha (11) feuert die Baunataler Mannschaften an. Am Turniertag kümmern sich 30 freiwillige Helfer um rund 400 Gäste und sorgen für einen reibungslosen Ablauf. Vor allem die Jugendlichen engagieren sich in diesem Jahr besonders. Der Erlös, rund 1200 Euro, geht an ein Fußballmissionsprojekt in Kenia, das vom ehemaligen Bundesligaprofi und Pastor Oliver Pagé ins Leben gerufen wurde.

Ein Teil des Geldes wird außerdem für ein Aufzugsprojekt der EFG Baunatal für Menschen mit Behinderungen verwendet. Über den Sieg freuen sich am Ende die Spieler aus Berlin. Die Edelkicker belegen Platz sechs, die EFK-Spieler schaffen Platz sieben, und der Freundeskreis erreicht Platz neun.

Von Tina Hartung

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