Neue Gespräche zu Baunataler Downhill-Piste

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Arbeiten zusammen: Die jugendlichen Mountainbiker steckten am Mittwoch schon mal die Strecke neben der Rundsporthalle ab. Dort soll eine so genannte Pumptrack entstehen. Mit dabei waren Baunatals Streetworker Pascal Adam (vorn von links) und die Mountain-Biker Dominik Jeschka, Daniel Krywult, Alexander und Sebastian Konsek.

Baunatal. Neuen Schub bekommen jetzt offensichtlich die Pläne für zwei Mountainbike-Strecken in Baunatal. Zwar hat sich der Prozess für eine Downhillpiste nach rechtlichen Bedenken des Forstamtes Wolfhagen verzögert.

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Doch Stadt und Forst bestätigen einhellig, dass die Sache noch nicht vom Tisch sei und demnächst weitere Gespräche mit allen Beteiligten folgen sollen.

Und das sind die Pläne: Zum einen will die Stadt gemeinsam mit etwa 20 Jugendlichen eine Abfahrtsstrecke am Baunsberg realisieren. Geplant war die Trasse am Waldrand zwischen Spiel- und Liegewiese bis zum Baunsberg-Sportplatz.

Zum anderen soll nun in der zweiten Woche der Herbstferien ein Rundkurs, eine sogenannte Pumptrack, neben der Rundsporthalle entstehen. Am vergangenen Mittwoch steckten die Jugendlichen gemeinsam mit Streetworker Pascal Adam und Franz Walter, Leiter der Abteilung Radsport im KSV Baunatal, bereits die Strecke auf dem Gelände ab.

Mit der Abfahrtspiste am Baunsberg ist es hingegen nicht so einfach, wie es ursprünglich schien. „Downhill - das ist ein ganz heißes Eisen“, sagt Theo Arend, stellvertretender Leiter des Forstamtes Wolfhagen. Die Behörde befinde sich in einer echten Zwickmühle zwischen den Gesetzen, die im Wald gelten, und an die sich eine Behörde halten müsse, sowie den Wünschen der jungen Mountainbiker, erläutert Arend. Auch in Kassel liefen solche Gespräche zwischen Forst, Bikern und Jugendamt zur Realisierung einer Piste.

Der Vizechef der Forstbehörde verweist auf die Verkehrssicherungspflicht im Wald. Wenn das Forstamt eine Downhillstrecke offiziell genehmige und sich ein Jugendlicher verletze, werde die Behörde verkehrssicherungspflichtig und damit zur Verantwortung gezogen. „Dann sind wir dran“, sagt er.

Von Sven Kühling

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