Birte Krumm ist Jugenddiakonin der evangelischen Gemeinde Niederkaufungen

Die Neue in der Glaubensfamilie

Schon angekommen: Birte Krumm fühlt sich als neue Jugenddiakonin in Kaufungen wohl. Foto: Laumann

kaufungen. Sie ist ein Nordlicht, eine Frau von der Küste. Birte Krumm stammt aus Dänischenhagen. Ein 3600-Seelen-Dorf. Drei Gasthöfe, 15 Kilometer von Kiel entfernt. „Ich bin niemand, der in der großen Stadt leben muss“, sagt die 23-Jährige. Sie mag Orte mit Anbindungen, wie sie es nennt. So wie zwischen Kaufungen und Kassel. Wohl deshalb fühlt sie sich in ihrer neuen Heimat bereits zu Hause. Seit Juli ist sie die Jugenddiakonin der evangelischen Kirchengemeinde Niederkaufungen.

Zu Hause fühlen

Offen, lebendig, familiär. Das sind Krumms erste Eindrücke von Niederkaufungen. Die Pfarrgemeinde ist für sie wie eine Familie. „Man kann einfach dazustoßen und sich zu Hause fühlen“, sagt Krumm aus eigener Erfahrung.

Nach der Fachhochschulreife im Jahr 2007 zieht es sie zum ersten Mal nach Nordhessen. Sie heuert für ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) bei „team_ec“, dem Deutschen Jugendverband „Entschieden für Christus“ in Kassel, an. Mit vier Mitstreitern reist sie durch Deutschland. Sie besucht Kirchengemeinden und lädt zu Kinderbibeltagen. Es ist eine Zeit, die sie prägt. „Es hat meinen Blick auf Deutschland erweitert“, sagt sie rückblickend. Auch beruflich bringt sie das FSJ voran. Für Krumm steht nach dem Jahr fest: Sie möchte in die Kinder- und Jugendarbeit gehen.

Von Kassel geht es nach Marburg ans Bibelseminar. Drei Jahre dauert die Ausbildung, die theologische und erziehungswissenschaftliche Inhalte verknüpft. Am Ende darf sich Krumm staatlich anerkannte Erzieherin und kirchlich anerkannte Gemeindepädagogin nennen. Das dafür notwendige Anerkennungsjahr leistet sie jetzt in Niederkaufungen ab.

Kinderstunde und Jungschar

„Ich möchte das, was ich selbst in der Jugendarbeit erfahren habe, an andere weitergeben“, erklärt sie ihre Motivation. Und das kann sie. Krumm kümmert sich etwa um die Kinderstunde, ist bei den Jungscharen eingebunden und begleitet die Konfirmandenarbeit. Sie wird von ihrer Mentorin Gisela Hesse vom Kirchenvorstand unterstützt. „Ich bin noch eine Lernende und übernehme nach und nach Verantwortung“, betont Krumm, die bis Juli bleibt. Zeit genug, um ihr großes Ziel zu verwirklichen: „Ich möchte für die Kinder und Jugendlichen in Niederkaufungen da sein.“

Von Anke Laumann

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