Suche nach Abhilfe wegen überfüllter Theodor-Heuss-Schule: Anbau an Erich-Kästner-Schule denkbar

Neue Grundschule gegen Engpass

Viel Platz: An der Erich-Kästner-Schule gibt es freie Flächen. Das Luftbild entstand 2006 vor der Sanierung für zehn Millionen Euro. Archivfoto: Morawietz/nh

Baunatal. Die Baunataler Theodor-Heuss-Schule (THS) platzt aus allen Nähten, obwohl bereits 2011 zusätzlich Container für den Unterricht aufgestellt worden waren. Nun wird nach Wegen gesucht, die Gesamtschule zu erweitern.

So ist der Neubau von Grundschulklassen an der Erich-Kästner-Schule (EKS) im Visier. Dahinter steckt die Idee, die an die THS angrenzende Grundschule am Stadtpark (168 Kinder) dorthin zu verlagern, um deren heutige Räume der Heuss-Schule zuzuschlagen. Zur THS werden im nächsten Schuljahr 915, zur EKS 699 Schüler gehen.

Eng geworden: Ein Teil der Theodor-Heuss-Schüler wird mangels Platz im Schulbau seit Sommer 2011 in Containern unterrichtet. Archivfoto: Jünemann

Der Landkreis Kassel als Schulträger kommentiert keine der Lösungsvarianten. Geprüft wird auch, ob ein Anbau an die THS Sinn macht oder ob die Friedrich-Ebert-Schule (312 Schüler) um die Stadtpark-Schule erweitert werden kann. „Wir äußern uns nicht zu einzelnen Optionen“, sagt Pressesprecher Harald Kühlborn. Nur soviel: Man werde in enger Abstimmung aller Beteiligter – Kreis, Stadt, Schulen – eine für den Steuerzahler günstige Variante wählen.

Aus Sicht der Stadt Baunatal ist eine Erweiterung der Theodor-Heuss-Schule aus baulichen Gründen schwierig: Man müsste die Senke an der Ostseite der Schule nutzen, außerdem stelle die nahe Bauna ein Hindernis dar, sagt Bürgermeister Manfred Schaub.

Auch ein Anbau an die Friedrich-Ebert-Schule wird im Rathaus als nicht ideal angesehen, weil eine riesige Grundschule entstünde, die am Rand der Stadt läge.

Ebenes Gelände

Schaub favorisiert offensichtlich, ohne es schon konkret zu bestätigen, den Anbau an die Kästner-Schule. Dort ist genug ebenes Gelände vorhanden, die nötigen Klassenräume könnten zum Schuljahreswechsel im Sommer 2013 fertig sein, die Bewegung von Schülerzahlen wäre am leichtesten auszugleichen. Grundsätzlich ist nach Schaubs Ansicht eine Stadtpark-Schule neben der EKS kein Problem. Denn die Stadtpark-Schulkinder kämen ebenso aus dem Norden und Osten von Altenbauna wie aus dem Leiselfeld.

„Wir warten auf die Rückmeldung des Kreises“, sagt Schaub. Wobei der Bedarf an neuen Klassen unstrittig sei. Zu klären sei auch, wer etwas baue – der Kreis oder die Stadt. In der politischen Diskussion in Baunatal war mehrfach die Forderung aufgetaucht, die THS solle Räume der EKS nutzen. Doch Kreis und Stadt verwiesen immer wieder darauf, dass die Kästner-Schule den Platz selbst benötige.

Eine Prognose sei schwierig, weil man das Einwahlverhalten der Eltern nicht voraussehen könne, sagt Landkreis-Sprecher Kühlborn. Sollte es so bleiben wie bisher, würde die Zahl der Schüler an der THS bis 2015 weiter steigen, bei der EKS käme ein drastischer Rückgang. Doch zeigt laut Kühlborn die aktuelle Situation, dass es in der Realität anders kommen kann. So liege momentan die Kästner-Schule mit 15 Schülern über die Prognose.

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