Im Gewerbegebiet Lohfelden entsteht weiteres Logistikgebäude – 42 000 Quadratmeter Nutzfläche

Neue Halle für 30 Millionen Euro

Schadstoffe im Boden werden entfernt: Bevor auf dem Gelände der früheren Fieseler Flugzeugwerke mit dem Bau der neuen Lagerhalle begonnen werden kann, wird der Boden saniert. Er muss bis zu sieben Meter tief ausgehoben und entsorgt werden. Archivfoto: Schindler

Lohfelden. Der Logistikboom in der Region geht weiter: Wie die HNA erfuhr, will die im niedersächsischen Hildesheim ansässige Hanseatic-Group auf dem früheren Gelände der Spedition Altmann im Gewerbegebiet der Gemeinde Lohfelden eine 42 000 Quadratmeter große Halle errichten lassen – das ist so groß wie fünf Fußballfelder. Die Investitionskosten für das Projekt belaufen sich nach Angaben des Immobilienkonzerns auf rund 30 Millionen Euro.

Der Hildesheimer Bauträger, der für das Vorhaben eine 7,8 Hektar große Gewerbefläche im Bereich der Otto-Hahn-Straße / Justus-Liebig-Straße erworben hat, will Mitte 2015 mit den Bauarbeiten beginnen.

Verkäufer des für die Logistikhalle ausgewählten Grundstücks ist die Firma ARS Altmann (Wolznach/Oberbayern), die auf ihrem ehemaligen Speditionsgelände jetzt noch umfangreiche Sanierungsarbeiten ausführen lässt.

Wie bereits berichtet, wurden auf dem Gelände massive Boden- und Grundwasserverunreinigungen festgestellt, die aus der Zeit der Fieseler Flugzeugwerke und später der US-Armee stammen. Bei der vom Regierungspräsidium Kassel vorgegebenen und überwachten Sanierungsmaßnahme muss der Boden mit schwerem Gerät bis zu sieben Meter tief ausgehoben werden, um die eingedrungenen Schadstoffe zu beseitigen.

Die noch andauernde Bodensanierung liegt in der Verantwortung der Firma Altmann. „Idealerweise nehmen wir unsere Bautätigkeit im Anschluss an die Sanierung des Geländes auf“, sagte Michael Schulz-Dostal, Projektentwickler der Hanseatic-Group. Er rechnet für die 400 mal 100 Meter große und elf Meter hohe Halle mit einer Bauzeit von zwölf Monaten.

Dem Hildesheimer Bauträger war die Attraktivität Kassels und Nordhessens als Logistik-Drehscheibe in der Mitte Deutschlands und Europas bekannt: Vor allem Volkswagen braucht immer größere Lager- und Umschlagflächen, weil das Original-Teile-Center ständig expandiert. Nicht zuletzt deshalb hat es in den vergangenen Jahren im Güterverkehrszentrum (GVZ) auf dem Gebiet der Stadt Kassel und der Gemeinden Fuldabrück und Lohfelden durch Gazeley, VW, SMA und die Deutsche Post eine rasante Entwicklung gegeben. „Wir haben bei der Standortentscheidung natürlich auch auf den bestehenden Gleisanschluss gesetzt, der aufgrund der Anforderungen der späteren Nutzer in das Vorhaben integriert wird“, sagte der Projektleiter.

Die Detailpläne für die neue Logistikhalle sollen jetzt erstellt werden. Vorgesehen sei, so Schulz-Dostal, das Gebäude von einem Generalunternehmer aus einer Hand errichten zu lassen.

Mit der Vermarktung der Mietflächen an potenzielle Unternehmen als künftiger Nutzer habe man schon begonnen. Aufgrund der Teilbarkeit der Halle sei es möglich, die Flächen auch an mehrere Mieter zu vergeben, sagte der Projektentwickler.

HINTERGRUND

Von Hans-Peter Wohlgehagen

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