Stadt Vellmar investierte in Einsatzgeräte – Auch VW-Werksfeuerwehr in Baunatal nutzt diesen Kopfschutz

80 neue Helme für die Wehr

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Ausgerüstet: Gemeinsam übergaben Vertriebsleiter Michael Finken (vorn von links), Stadtbrandinspektor Wolfhard Eidenmüller und Bürgermeister Dirk Stochla die neu angeschafften Helme an die Einsatzkräfte der Vellmarer Feuerwehr.  

Vellmar. Extreme Hitzebeständigkeit und absolute Passgenauigkeit auch beim Arbeiten mit Atemschutzgeräten - hohe Anforderungen werden an moderne Feuerwehrhelme gestellt. Knapp 18.000 Euro investierte die Stadt Vellmar jetzt in die Sicherheit ihrer Brandschützer.

80 neue Halbschalenhelme wurden Mittwochabend im Feuerwehrstützpunkt übergeben.

„Der Großteil der bisher verwendeten Helme wurde über viele Jahre getragen und musste deshalb ausgemustert werden“, sagte Stadtbrandinspektor Wolfhard Eidenmüller. Da auch weitere beschädigte Helme im nächsten Jahr hätten ausgetauscht werden müssen, habe man sich auch aus wirtschaftlichen Gründen für den Kauf modernster Kopfbedeckungen entschieden. Vellmar hängte sich an einen bestehenden Auftrag an und erhielt dadurch günstigere Konditionen.

„Die neuen Helme haben entscheidende Vorteile gegenüber dem Vorgängermodell“, begründete Eidenmüller die Neubeschaffung. Die neue Helmschale sei wesentlich stabiler, aus schlagfestem, signalgelbem reflektierenden Kunststoff und weise gegenüber dem alten Modell ein deutlich geringeres Gewicht auf. Dazu habe der neue Kopfschutz eine unbegrenzte Lebensdauer, wenn er nicht mechanisch beschädigt werde, erläuterte Michael Finken, Vertriebsleiter der Zierenberger Feuerschutz GmbH Richard Wuttig, während der Übergabe.

„Mit den neuen Kopfbedeckungen sind unsere Leute optimal ausgestattet“, freute sich Vellmars Bürgermeister Dirk Stochla bei der Übergabe der neuen Ausrüstung. Das finden auch andere Wehren in der Region. Nach Auskunft Eidenmüllers, auch Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Kassel-Land, haben den neuen Helm neben Vellmar und der Berufsfeuerwehr Kassel auch die Wehren aus Ahnatal, Kaufungen, Wolfhagen und Immenhausen gekauft. Zu den Nutzern zählen aber auch die Werkswehren großer Firmen wie VW in Baunatal und des Reifenherstellers Continental in Korbach sowie die Feuerwehr des Flughafens Calden.

Von Stefan Wewetzer

Kopfschutz hält 1000 Grad Hitze aus

Ein mit moderner Technik gespicktes Einsatzgerät ist der 2011 auf den Markt gekommene Halbschalenhelm der Vellmarer Feuerwehr von der Firma Rosenbauer, der in ähnlicher Ausführung von diversen Herstellern angeboten wird. Gerade mal zwischen 1500 und 1600 Gramm schwer, soll er den Brandschützern größtmögliche Sicherheit beim Einsatz bieten. Er besteht aus folgenden Komponenten:

• Kernstück des Kopfschutzes ist die Helmschale aus extrem hitzebeständigem, glasfaserverstärktem Kunststoff. Sie hält im Brandfall bei einer sogenannten Durchzündung im Gebäude zehn Sekunden lang sogar Temperaturen von bis zu 1000 Grad ohne Nachglühen aus. Darüber hinaus schützt sie vor Chemikalien und Stromschlägen.

• Damit der Helm auch bei mehrstündigen Einsätzen nicht drückt, kann über einen Stellknopf auf der Rückseite der Kopfumfang des Trägers auch mit Handschuhen schnell reguliert werden. Die Spannbreite reicht von 51 bis 65 Zentimetern. Das Nachjustieren ist zum Beispiel beim Aufsetzen einer Atemschutzmaske notwendig.

• Auf der Stirnseite befindet sich eine Blende, die zum Anstecken einer LED-Kopflampe genutzt werden kann.

• Als Gesichtsschutz fungiert das aus speziellem Kunststoff gefertigte Vollvisier. Es ist hitzebeständig und beschlagfrei, damit der Brandschützer jederzeit freie Sicht hat.

• Der Nackenschutz aus einem neu entwickelten Spezialgewebe ist hitzebeständig und schützt auch vor Schmelzmetallen. Wird er nicht beschädigt, hat der Helm eine unbegrenzte Lebensdauer.

Von Werner Brandau

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