Vellmar: Neue Mehrzweckhalle in Sicht

Vellmar. Seinen Fahrplan zur Sanierung des Bürgerhauses Obervellmar, der Kulturhalle Niedervellmar (beide asbestbelastet) und des Rathauses stellte am Mittwoch Bürgermeister Dirk Stochla (SPD) vor.

„Absolute Priorität“ hat dabei die Herrichtung der zwei Gemeinschaftseinrichtungen. Das Verwaltungsgebäude soll parallel dazu in kleinen Schritten saniert werden. Und so sehen die Details aus:

Der Standort Bürgerhaus soll schwerpunktmäßig - gerade vor dem Hintergrund des gastronomischen Angebots - auf die Vermietung von Sälen und kleineren Räumen zugeschnitten werden. Aber auch Kulturveranstaltungen sollen aus der Kulturhalle dorthin verlagert werden. Dies auch wegen des guten Parkplatzangebots und der Anbindung an den Busverkehr.

Hinter die Zukunft des Hotels setzt Stochla ein Fragezeichen. Das sei mit den acht Doppel- und zwei Einzelzimmern nicht wirtschaftlich zu betreiben. Eine Vergrößerung sei wegen der fehlenden Fläche nicht

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möglich. Die Räume des Hotels könnten anderweitig genutzt werden. Die Frage, ob Nebenräume nach der Sanierung weiterhin exklusiv von Vereinen genutzt werden können, soll mit Vereinsvertretern diskutiert werden.

Dafür strebt Stochla eine ganz neue Lösung an. Vermietungen, die kaum eine Rolle spielten, fallen nach der Sanierung weg. Dafür fehlen die Parkplätze und die Gastronomie. Die Kulturhalle soll deswegen laut Stochla zu einer Mehrzweckhalle umgestaltet werden, in der vormittags Schulsport der angrenzenden Grundschule stattfinden kann, deren Gymnastikhalle dafür zu klein und dazu marode sei.

In dieses Projekt soll der Landkreis als Schulträger planerisch und finanziell eingebunden werden. Ein Vorgespräch mit Landrat Uwe Schmidt sei positiv verlaufen. Mit dieser Lösung könne auch die Entwicklung der Grundschule zur Ganztagsschule vorangetrieben werden. Nachmittags und abends stünde das gesamte Haus den Vereinen, Verbänden, der Vhs und kleineren Nutzern zur Verfügung. Rathaus

Dort soll auf der Basis der vorliegenden Planungen parallel zur Sanierung der Bürgerhäuser mit einem Projektsteuerer weitergearbeitet werden. Nach Festlegung der Gesamtinvestition soll laut Stochla in drei bis vier kleineren Abschnitten geplant und gebaut werden, um die Kosten zu splitten. Der Sparkasse als Hauptmieter im Foyer soll kurzfristig eine Modernisierung der Geschäftsräume ermöglicht werden.

Auch über den Zeitablauf bei der Sanierung der drei Projekte hat der Bürgermeister schon konkrete Vorstellungen. Spätestens bis zum Herbst dieses Jahres sollen die Pläne fertig sein, das notwendige Geld könnte dann im Nachtragshaushalt 2012 oder im Haushalt 2013 veranschlagt werden. Dabei stehen für die Sanierung des Bürgerhauses schon 2,6 Millionen Euro im Etat 2012, für Planungskosten der Kulturhalle 200 000 Euro im Nachtrag. Der Baubeginn für die Projekte ist für 2013 geplant. (swe)

Kommentar

Eine ganz neue Variante

Jetzt geht Bürgermeister Dirk Stochla (SPD) in die Offensive. Er präsentiert das Papier mit Lösungsansätzen für die Vellmarer Sanierungsobjekte, das eigentlich am runden Tisch diskutiert werden sollte. Der wurde aber von CDU, Grünen und FDP aufgekündigt.

Dabei hätte es sich gelohnt, weiter über Details zu diskutieren - auch wenn beim Thema Rathaussanierung die Fronten verhärtet sind. Denn das Papier enthält durchaus Ansätze, über die zu sprechen, sich gelohnt hätte. Zu nennen wäre das Thema Sanierung Kulturhalle. Der Umbau des Hauses in eine Mehrzweckhalle ist eine neue, interessante Variante. swe@hna.de

Von Stefan Wewetzer

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